Donndorf – Eine Frau ist am Freitag, dem 24. April, Opfer einer perfiden Betrugsmasche geworden und hat dabei Wertgegenstände und Bargeld im Wert von mehr als 50.000 Euro verloren. Die Täter gaben sich am Telefon als Staatsanwälte und Polizisten aus und berichteten von einem tödlichen Verkehrsunfall in Marokko, an dem angeblich ein Familienmitglied der Frau beteiligt gewesen sei. Der Vorfall ereignete sich in Donndorf im Landkreis Nordhausen – an dem Tag, an dem in ganz Nordthüringen vermehrt Personen solche betrügerischen Anrufe erhielten.
Den Betrügern zufolge befinde sich das Familienmitglied im Urlaub in Marokko und könne das nordafrikanische Land nur gegen eine Kautionsleistung von mehr als 50.000 Euro verlassen. Die Frau glaubte den Lügen – sammelte Wertgegenstände und Bargeld in der geforderten Höhe zusammen und übergab alles gegen 14.50 Uhr in der Bahnhofstraße an eine junge Frau. Anschließend entfernte sich die Unbekannte mit dem Beutegut zu Fuß in Richtung des Feuerwehrgerätehauses. Die Polizei weist darauf hin, dass Abholer nach solchen Übergaben oft in Fahrzeugen mit ortsfremden Kennzeichen davonfahren.
Die Tatverdächtige wird so beschrieben: scheinbares Alter unter 30 Jahre, etwa 170 Zentimeter groß, schlanke Gestalt, mitteleuropäisches Erscheinungsbild, dunkle Bekleidung und eine abgedunkelte Sonnenbrille.
Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts des bandenmäßigen Betrugs und der Erpressung. Wem die beschriebene Frau am Freitagnachmittag in Donndorf oder ein ortsfremdes Fahrzeug aufgefallen ist, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 03631/960 bei der Kriminalpolizei in Nordhausen zu melden. Das Aktenzeichen lautet 0101434.