Jahrelang gesucht: Bundespolizei schnappt zwei Straftäter bei Grenzkontrollen in Waidhaus

Grenzkontrollen A6 Bundespolizei Waidhaus

Waidhaus – Bei Grenzkontrollen an der A6 hat die Bundespolizei Waidhaus am Mittwoch, 29. April, zwei per Haftbefehl gesuchte Straftäter festgenommen. Die beiden rumänischen Staatsangehörigen standen bereits seit fünf und sieben Jahren auf der Fahndungsliste der deutschen Justiz. Beide wurden anschließend in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Am Nachmittag kontrollierten die Beamten einen 29-jährigen Rumänen. Der Abgleich seiner Personalien mit dem Fahndungsregister förderte einen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft München I zur Strafvollstreckung zutage. Grundlage war eine Verurteilung wegen Betrugs durch das Amtsgericht München aus dem April 2019. Da der Mann seine Justizschulden in Höhe von rund 10.000 Euro bis dahin nicht beglichen und sich der Strafvollstreckung entzogen hatte, war er zur Fahndung ausgeschrieben worden. Den geforderten Betrag konnte er auch vor Ort nicht aufbringen, weshalb die Bundespolizisten ihn festnahmen und in die Justizvollzugsanstalt Weiden einlieferten. Dort verbüßt er nun eine mehrmonatige Ersatzfreiheitsstrafe.

Am Abend desselben Tages ging den Bundespolizisten eine weitere gesuchte Person ins Netz: Bei der Kontrolle einer 39-jährigen Rumänin stellten die Beamten ein weiteres Fahndungsersuchen der Justiz fest. Die Staatsanwaltschaft Mainz hatte einen Haftbefehl zur Strafvollstreckung gegen die Frau erlassen. Sie war im September 2021 durch das Amtsgericht Bingen wegen unerlaubten Umgangs mit Abfällen verurteilt worden. Die verhängte Geldstrafe in Höhe von 3.700 Euro hatte sie nicht bezahlt. Auch sie konnte die geforderte Summe vor Ort nicht begleichen. Die Bundespolizisten nahmen die 39-Jährige fest und übergaben sie der Justiz, wo sie nun ebenfalls eine mehrmonatige Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen muss.

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