Beinahe-Unglück in Graben-Neudorf: ICE-Fahrer bremst in letzter Sekunde

(Symbolbild)

Graben-Neudorf – Am späten Mittwochabend, dem 29. April, ist am Bahnhof Graben-Neudorf eine Person nur knapp dem Tod entgangen. Gegen 21:20 Uhr erkannte der Triebfahrzeugführer des ICE 100 auf der Strecke Karlsruhe–Mannheim eine Person im Gleisbereich von Gleis 2 und leitete sofort eine Schnellbremsung ein. Verletzt wurde niemand.

Der Lokführer gab zunächst einen Achtungspfiff ab und bremste den Zug scharf ab. Der unbekannten Person gelang es daraufhin noch rechtzeitig, aus der Gefahrenzone zu springen. Anschließend entfernte sie sich vom Bahnhof. Bei einer anschließenden Absuche im Gleisbereich wurde keine verletzte Person aufgefunden. Eine Fahndung im näheren Umkreis verlief ebenfalls erfolglos.

Die Bundespolizeiinspektion Karlsruhe ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und sucht Zeugen des Vorfalls. Hinweise zum Tathergang und zum bislang unbekannten Tatverdächtigen nimmt die Bundespolizei telefonisch unter der Rufnummer 0721 – 120 160 entgegen, zudem jede Polizeidienststelle.

Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang erneut auf die Gefahren hin, die mit dem unbefugten Betreten von Gleisbereichen verbunden sind. Züge durchqueren Bahnhöfe mit sehr hohen Geschwindigkeiten und fahren auch außerhalb des ausgeschilderten Fahrplans. Bei Zusammenstößen zwischen Zügen und Menschen ziehen letztere häufig den Kürzeren. Weitere Informationen zum richtigen Verhalten auf Bahnanlagen sind unter www.bundespolizei.de abrufbar.

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