Schwanau/Allmannsweier – Einen ungewöhnlichen Ermittlungserfolg meldet die Polizei im Ortenaukreis: Beamte des Polizeipostens Schwanau haben in Zusammenarbeit mit dem Polizeirevier Lahr und dem Polizeiposten Rust den Fahrer ermittelt, der am Donnerstagabend, 17. April 2026, gegen 18:15 Uhr auf der Allmannsweierer Hauptstraße (L104) nach einem misslungenen Wheelie-Manöver in den Gegenverkehr geraten war und einen Subaru beschädigt hatte – bevor er flüchtete.
Eine 62-jährige Subaru-Fahrerin hatte den Vorfall am Dorfende in Allmannsweier aus Richtung Ottenheim kommend beobachtet: Ein als körperlich füllig beschriebener, mutmaßlich jugendlicher Rollerfahrer kam ihr auf dem Hinterrad fahrend entgegen. Während der erste Wheelie noch ohne Folgen endete, verlor der Fahrer beim zweiten Stunt die Kontrolle, stieg selbst nach hinten ab und der Roller schoss in den Gegenverkehr, wo er gegen den Subaru krachte. Der Verursacher rappelte sich auf, griff seinen Roller und flüchtete damit vom Unfallort. Die verdutzte Autofahrerin blieb mit einer Eindellung an ihrem Wagen zurück.
Die Ermittler vermuteten bereits damals, dass der Roller technisch verändert worden sein musste, um überhaupt die für ein solches Manöver nötige Leistung aufbringen zu können. Zudem fehlte an dem Fahrzeug jedes Versicherungskennzeichen.
Den entscheidenden Hinweis lieferte ein Vorfall vom Anfang Februar am Flugplatz in Lahr: Beamte der Verkehrspolizei Offenburg hatten dort einen Rollerfahrer kontrolliert, der mit einem technisch veränderten Fahrzeug und ohne Fahrerlaubnis unterwegs gewesen war. Bei der Kontrolle war eine Action-Cam aufgefunden worden, auf der ähnliche Fahrmanöver aufgezeichnet waren wie jene, die zum Unfall auf der L104 geführt hatten.
Bei einer anschließenden Überprüfung trafen die Beamten den 19-Jährigen zu Hause an – und zwar dabei, wie er seinen Roller reparierte, der mutmaßlich beim Unfall beschädigt worden war. Außerdem wies er Verletzungen auf, die zum Unfallgeschehen passten. Auf Vorhalt der Beweise räumte der Heranwachsende schließlich ein, der gesuchte Unfallverursacher zu sein. Gegen ihn läuft nun ein Ermittlungsverfahren.