Gefahrgut-Kontrolle auf der A2: Zwei Schwertransporter ignorieren Fahrverbot und setzen Fahrt nach Bayern fort

mangelnde Ladungssicherung

Auf der A2 bei Braunschweig haben Beamte der Autobahnpolizei am Montag, 28. April 2026, zwischen 9:00 und 16:00 Uhr eine Schwerpunktkontrolle mit Fokus auf Gefahrguttransporten durchgeführt. Von 39 kontrollierten Transporteinheiten an der Rastanlage Zweidorfer Holz Süd wurden 26 beanstandet. Besonders gravierend: Zwei Schwertransporter mit über 50 Tonnen Ladung setzten trotz eines polizeilichen Fahrverbots ihre Fahrt fort.

An der Kontrolle beteiligt waren neben der Autobahnpolizei auch Kolleginnen und Kollegen aus mehreren Polizeidirektionen, das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM), Beamte aus Hessen und Sachsen-Anhalt sowie Vertreter des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung.

Bei den kontrollierten Fahrzeugen stellten die Beamten insgesamt 14 Verstöße gegen das Gefahrgutrecht fest, dazu 15 Verstöße gegen Sozialvorschriften, 13 Fälle unzureichender Ladungssicherung und 12 technische Mängel an den Fahrzeugen.

Besonders ins Auge fielen zwei Schwertransporter mit jeweils über 50 Tonnen Ladung, die keinerlei Genehmigungen für ihre Fahrten vorlegen konnten. Obwohl beiden Fahrzeugen die Weiterfahrt polizeilich untersagt worden war, setzten die Fahrer auf Anweisung ihres Vorgesetzten nach Ende der Kontrolle die Fahrt in Richtung Bayern fort.

Die Autobahnpolizei informierte daraufhin die Polizeiinspektion Burgau. Die Verkehrspolizei Günzburg konnte beide Fahrzeuge schließlich auf einer Baustelle feststellen. Die Behörden forderten Sicherheitsleistungen von über 5.000 Euro. Wegen erheblicher technischer Mängel wurden zudem die Kennzeichen eines der Fahrzeuge sichergestellt und eine Vorführung zur technischen Überprüfung angeordnet.

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