Thüringen am 1. Mai: Polizei löst Sitzblockade auf – ein Beamter verletzt

(Symbolbild)

Thüringen – Die Thüringer Polizei hat am 1. Mai landesweit zahlreiche Veranstaltungen und Versammlungen begleitet. Unter Führung der Landespolizeidirektion betreuten die Einsatzkräfte Veranstaltungen mit insgesamt rund 5.700 Teilnehmenden im gesamten Freistaat. Schwerpunkte des Einsatzes waren die Städte Erfurt und Gera.

In Erfurt verliefen die Veranstaltungen störungsfrei: Der DGB führte eine Versammlung mit Aufzug und rund 700 Teilnehmenden durch, eine angemeldete Bikerausfahrt vom Erfurter Domplatz nach Schlotheim mit etwa 1.000 Fahrzeugen blieb ebenfalls ohne Zwischenfälle.

In Gera hingegen kam es zu Spannungen: Eine Versammlung des rechten Spektrums zog rund 200 Personen an, während sich in der Spitze bis zu 400 Menschen an Gegenprotesten beteiligten. Im Zuge der Gegendemonstrationen bildete sich eine Sitzblockade, die die Polizei mit unmittelbarem Zwang auflöste. Ziel war es, allen Versammlungsteilnehmenden die Ausübung ihres Versammlungsrechts zu ermöglichen.

Im Zusammenhang mit dem Versammlungsgeschehen stellten die Beamten acht Straftaten und eine Ordnungswidrigkeit fest – darunter Verstöße gegen das Versammlungsgesetz sowie das Verwenden verfassungsfeindlicher Symbole. Ein Polizist wurde bei dem Einsatz verletzt und war nicht mehr dienstfähig. Zu vereinzelten Verkehrsbeeinträchtigungen kam es ebenfalls, die Einsatzkräfte hielten diese jedoch auf das unvermeidbar notwendige Maß beschränkt.

Im Anschluss an die Lage in Gera verhinderten Einsatzkräfte in Schmölln eine nicht angemeldete Anschlussveranstaltung des rechten Spektrums. 75 Personen wurden kontrolliert, ihre Identitäten festgestellt und Platzverweise ausgesprochen.

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