Schwarzes Maiwochenende im Landkreis Gifhorn: Sechs Unfälle mit Verletzten, mehrere Fahrer betrunken unterwegs

(Symbolbild)

Gifhorn – Ein unfallreiches langes Maiwochenende hat die Polizeiinspektion Gifhorn beschäftigt: Zwischen dem 30. April und dem 2. Mai 2026 ereigneten sich im Landkreis sechs Verkehrsunfälle mit zum Teil schwer verletzten Personen – mehrere davon unter Alkoholeinfluss. Daneben stoppten Beamte zahlreiche weitere berauschte Fahrer im öffentlichen Straßenverkehr.

Den Auftakt bildete ein Unfall auf der Bundesstraße 4 zwischen Meinholz und Meine am 30. April gegen 13:56 Uhr. Ein 42-jähriger Autofahrer und ein 56-jähriger Motorradfahrer befuhren die B4 aus Richtung Braunschweig in Richtung Gifhorn. Als der 42-Jährige abbog, kam es zur Kollision mit dem Kradfahrer, der ersten Erkenntnissen zufolge gerade dabei war, ihn zu überholen. Der Motorradfahrer geriet ins Schleudern und prallte gegen einen Straßenbaum. Er erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Braunschweiger Klinikum geflogen. Wer den Unfall verursacht hat, ist Gegenstand der laufenden polizeilichen Ermittlungen.

In der Nacht zum 1. Mai, gegen 2:41 Uhr, verlor ein 23-jähriger Autofahrer auf der Landesstraße 291 zwischen Tiddische und Hoitlingen die Kontrolle über sein Fahrzeug. Wegen eines Wildwechsels geriet er auf den Grünstreifen, prallte gegen einen Straßenbaum, kam zurück auf die Fahrbahn und kollidierte mit einem weiteren Baum – erst dann kam das Auto zum Stillstand. Ein Atemalkoholtest ergab 1,22 Promille. Die Polizei ordnete eine Blutentnahme an und beschlagnahmte den Führerschein des Mannes.

Am Nachmittag des 1. Mai, gegen 16:30 Uhr, stürzte eine 70-jährige Pedelec-Fahrerin auf der Hauptstraße in Rühen ohne Fremdeinwirkung und zog sich dabei schwere Kopfverletzungen zu. Die Frau trug keinen Fahrradhelm. Sie wurde mit einem Rettungswagen in ein Klinikum gebracht. Die Polizei appelliert in diesem Zusammenhang eindringlich: Ein Helm sollte bei jeder Fahrt getragen werden, unabhängig von Streckenlänge oder vermeintlicher Routine. Im Falle eines Sturzes oder Unfalls kann er entscheidend dazu beitragen, schwere Verletzungen zu verhindern und Leben zu retten.

Ebenfalls am 1. Mai, gegen 18:10 Uhr, streifte ein 26-jähriger Fahrer eines Kleinkraftrades auf dem Radweg entlang der Bundesstraße 248 zwischen Tappenbeck und Jembke einen Ampelpfosten und stürzte. Seine 38-jährige Mitfahrerin erlitt dabei schwere Verletzungen und musste in ein Klinikum gebracht werden. Der Fahrer hatte zum Zeitpunkt des Unfalls eine Atemalkoholkonzentration von 2,18 Promille. Auch hier folgten Blutentnahme und Führerscheinbeschlagnahme.

Gegen 20:00 Uhr desselben Tages kam ein 26-jähriger Motorradfahrer auf der Bruno-Kuhn-Straße in Gifhorn in Höhe der Margarete-Streiff-Straße mit dem Bordstein in Berührung, verlor die Kontrolle über sein Krad und kam verletzt in einem Vorgarten zum Liegen. Bei der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass das Motorrad nicht versichert war und der Fahrer keine gültige Fahrerlaubnis besaß. Zudem ergaben sich Hinweise auf eine Beeinflussung durch berauschende Mittel, weshalb eine Blutentnahme angeordnet wurde.

Den letzten Unfall des Wochenendes verzeichnete die Polizei am 1. Mai gegen 22:17 Uhr auf der Kreisstraße 42 zwischen Päse und Böckelse. Eine 24-jährige Autofahrerin kam aus bislang ungeklärter Ursache in Höhe Hünenberg nach links von der Fahrbahn ab, touchierte einen Straßenbaum und prallte in ein Bushaltestellenhäuschen. Sie verletzte sich dabei und wurde in ein Braunschweiger Klinikum gebracht.

Am Morgen des 2. Mai, gegen 10:45 Uhr, fiel auf der B4 zwischen Gifhorn-Mitte und Ausbüttel ein 37-jähriger Autofahrer bei einer Geschwindigkeitsmessung mit einem Lasergerät auf. Als die Beamten ihn anhalten wollten, schloss er sich zunächst in seinem Fahrzeug ein, zeigte sich unkooperativ und lief kurz darauf davon. Die Polizisten konnten ihn einholen und stellen. Der Grund für seine Flucht: Er besaß keinen Führerschein. Sein Fahrzeugschlüssel wurde sichergestellt und ein Strafverfahren eingeleitet.

Darüber hinaus beendeten Beamte am langen ersten Maiwochenende im Landkreis Gifhorn weitere Fahrten im öffentlichen Straßenverkehr, bei denen die Fahrer alkoholisiert oder unter dem Einfluss berauschender Mittel standen.

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