In Sachsen-Anhalt verschärft sich die Dürresituation dramatisch. Der aktuelle UFZ Dürremonitor vom 2. Mai zeigt großflächig rote und dunkelrote Bereiche, die auf schwere bis außergewöhnliche Dürre hindeuten. Besonders der südliche Landesteil ist von extremer Trockenheit geprägt.

Die Karte des UFZ Helmholtz-Zentrums offenbart ein besorgniserregendes Bild: Während im äußersten Nordosten noch vereinzelt gelbe und hellere Bereiche zu sehen sind, dominieren im mittleren und südlichen Sachsen-Anhalt tiefrote Zonen. Diese zeigen außergewöhnliche Dürre an. Besonders gravierend ist die Lage im Raum Halle und südlich davon, wo sich zusammenhängende dunkelrote Gebiete erstrecken. Auch westliche Landesteile sind von schwerer Dürre betroffen.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche erklären die dramatische Entwicklung: Mit null Millimetern Niederschlag in sieben Tagen blieb der dringend benötigte Regen komplett aus. Temperaturen bis 26,6 Grad verstärkten die Verdunstung zusätzlich. Zwar sind für die kommenden drei Tage knapp 20 Millimeter Regen angekündigt, doch diese Menge reicht bei weitem nicht aus, um die tieferliegenden Bodenschichten zu durchfeuchten. Der Boden kann nach wochenlanger Trockenheit zunächst nur oberflächlich Wasser aufnehmen.
Für die Landwirtschaft bedeutet diese Situation eine ernste Bedrohung. Feldfrüchte leiden unter Wassermangel, Ernteerträge könnten drastisch sinken. Auch Wälder und natürliche Ökosysteme stehen unter enormem Stress. Die Waldbrandgefahr bleibt hoch, und viele Gewässer führen deutlich weniger Wasser als normal. Wasserversorger müssen bereits jetzt sparsam wirtschaften.
Den aktuellen Wetterbericht für Sachsen-Anhalt finden Sie hier.