Bei einem Polizeieinsatz wegen Hausfriedensbruchs in einem Steinbruch in Neuenrade haben Beamte am Donnerstag gegen 12:45 Uhr von der Schusswaffe Gebrauch gemacht. Ein nicht angeleinter Rottweiler war auf die Polizisten zugestürmt, woraufhin sie das Tier am Bein trafen.
Die Polizisten waren zu dem eingezäunten Gelände gerufen worden, nachdem laute Musik festgestellt worden war. Bereits am Wochenende hatten sich Personen widerrechtlich Zutritt zu dem Steinbruch verschafft. Als die Beamten das Gelände betraten, um die Personen des Platzes zu verweisen, stürmte der Rottweiler auf sie zu. Das Tier reagierte auch nicht auf den Zuruf der Halterin.
Die Polizisten gingen beim Heranstürmen des Hundes von einer Gefahr für sich aus und machten von ihrer Dienstwaffe Gebrauch. Sie trafen das Bein des Tieres, das anschließend zur tiermedizinischen Versorgung in Behandlung gegeben wurde.
Die Polizei betont, dass der Gebrauch der Schusswaffe auch gegen Tiere für Polizistinnen und Polizisten immer das letzte Mittel sei. Die Beamten seien im Umgang mit der Dienstwaffe geschult und müssten jeden einzelnen Schuss sorgsam abwägen. Eine Schussabgabe sei eine Ausnahmesituation und habe Folgen, weshalb die Dienstwaffe nicht leichtfertig genutzt werde.
Die insgesamt sechs Personen, die sich auf dem Gelände befanden, erhielten einen Platzverweis. Ein Strafverfahren wegen Hausfriedensbruchs wurde eingeleitet. Zudem wird nun geprüft, ob Verstöße gegen die Pflichten der Hundehalterin vorliegen.