Braunschweig: Internationale Autoschieberbande zerschlagen – 62 Diebstähle aufgeklärt

(Symbolbild)

Die Zentrale Kriminalinspektion Braunschweig hat eine internationale Autoschieberbande zerschlagen und dabei acht polnische Staatsangehörige festgenommen. Die Täter stahlen systematisch Fahrzeuge mit Keyless-Go-Funktion und richteten einen Schaden von rund 4,1 Millionen Euro an.

Die Ermittlungen gegen die beiden Tätergruppierungen aus dem Bereich Zary in Polen liefen seit Januar und Juni 2025. Durch intensive Zusammenarbeit mit polnischen Behörden konnten die Polizistinnen und Polizisten am 25. und 26. April 2026 acht Verdächtige im Alter zwischen 24 und 42 Jahren festnehmen. Die Haftbefehle gegen die Beschuldigten wurden am 27. April 2026 bestätigt.

Insgesamt klärte die Zentrale Kriminalinspektion 62 Fahrzeugdiebstähle und -diebstahlsversuche auf. Die Tatorte erstreckten sich über mehrere Bundesländer: Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. Die gestohlenen Fahrzeuge transportierte die Bande über die Bundesautobahn 15 nach Polen.

Dort zerlegten die Täter die Fahrzeuge in Zerlegehallen innerhalb weniger Stunden und verkauften die Einzelteile auf Auktionen und Internetportalen weiter. Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler Fahrzeugteile von 20 entwendeten Fahrzeugen sowie Bargeld und Edelmetalle im Wert von rund 80.000 Euro sicher.

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