Die Sicherheitslage in Stadt und Landkreis Neu-Ulm hat sich im vergangenen Jahr weiter verbessert. Bei einem Sicherheitsgespräch am 17. April 2026 zwischen Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner, Landrätin Eva Treu und Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger stellte die Polizei eine überdurchschnittlich positive Entwicklung vor.
Im Landkreis Neu-Ulm stieg die Aufklärungsquote auf 71,2 Prozent und liegt damit deutlich über dem bayernweiten Durchschnitt von 66 Prozent. Im Vorjahr hatte die Quote noch bei 69,5 Prozent gelegen. Gleichzeitig sank die Anzahl der registrierten Straftaten leicht von 7.133 auf 7.124 Fälle. Die Häufigkeitszahl lag 2025 bei 3.880 Straftaten pro 100.000 Einwohner – damit belegt der Landkreis bayernweit den dritten Platz.
Auch in der Stadt Neu-Ulm verbesserte sich die Aufklärungsquote auf knapp 70 Prozent, nachdem sie im Vorjahr bei 69 Prozent gelegen hatte. Die Zahl der registrierten Straftaten ging um 3,4 Prozent von 3.518 auf 3.400 zurück. Die Kriminalitätshäufigkeitszahl liegt hier bei 5.428 pro 100.000 Einwohner.
Einen Anstieg verzeichnete die Polizei beim Callcenterbetrug: 117 Fälle wurden 2025 registriert, gegenüber 79 im Vorjahr. Positiv entwickelte sich jedoch der Beuteschaden, der um 88 Prozent auf 30.948 Euro sank.
Bei den Verkehrsunfällen zeigte sich ein gemischtes Bild: Die Gesamtzahl sank von 5.508 auf 5.460, jedoch stieg die Zahl der Verletzten um 6,91 Prozent auf 1.036. Erfreulich entwickelte sich die Zahl der Verkehrstoten: Sie ging von fünf auf drei Personen zurück. Trotz steigender Unfallzahlen mit Pedelec-Beteiligung verunglückte kein Pedelec-Fahrer tödlich.
Auffällig war der Anstieg bei den Drogenfahrten: Die Polizei stellte 2025 bei allgemeinen Verkehrskontrollen 400 folgenlose Drogenfahrten fest, nach 347 im Vorjahr.
An dem Sicherheitsgespräch im Neu-Ulmer Rathaus nahmen neben den Behördenleitungen auch Vertreter der Polizeiinspektionen Neu-Ulm, Illertissen und Weißenhorn, der Polizeistation Senden, der Zentralen Einsatzdienste, der Kriminalpolizei Neu-Ulm, der Verkehrspolizei Günzburg und der Bundespolizeiinspektion Nürnberg teil. Von den Kommunalverwaltungen waren die zuständigen Abteilungs- und Sachgebietsleitungen beteiligt.
„Die aktuelle Sicherheitslage im Landkreis und in der Stadt Neu‑Ulm ist durch eine überdurchschnittlich hohe Aufklärungsquote und einen leicht rückläufigen Trend bei den registrierten Straftaten gekennzeichnet, was die sehr gute und professionelle Zusammenarbeit zwischen Polizei und den zuständigen Sicherheitsbehörden widerspiegelt“, erklärte Polizeipräsidentin Dr. Claudia Strößner. „Diese Entwicklung zeigt, dass Bürgerinnen und Bürger in der Stadt und dem Landkreis Neu-Ulm sicher leben.“
Die Gesprächsteilnehmer betonten die hohe Bedeutung einer engen Zusammenarbeit und eines kontinuierlichen Austauschs, um auf aktuelle Entwicklungen frühzeitig und angemessen reagieren zu können.