Aktionstag „sicher.mobil.leben“: Jeder zweite kontrollierte Zweiradfahrer verstieß gegen Verkehrsregeln

(Symbolbild)

Mannheim/Heidelberg/Rhein-Neckar-Kreis – Beim bundesweiten Aktionstag „sicher.mobil.leben“ am 28. April 2026 hat das Polizeipräsidium Mannheim schwerpunktmäßig den Zweiradverkehr kontrolliert. Von insgesamt 1.260 überprüften Fahrzeugen wurden bei 596 Verstöße festgestellt – das entspricht einer Beanstandungsquote von rund 50 Prozent.

Im Fokus standen dabei Fahrräder, E-Scooter und Motorräder. Bei Fahrradfahrenden und E-Scooter-Nutzern ahndeten die Beamten vor allem das Missachten von Rotlicht sowie das Befahren von Gehwegen, teils entgegen der Fahrtrichtung. Besonders ins Auge fiel dabei die Zahl der Rotlichtverstöße durch Fahrradfahrende: Mehr als 100 solcher Verstöße wurden registriert. Bei Motorradfahrern legten die Kontrollen den Schwerpunkt auf die Einhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Von den 1.260 kontrollierten Fahrzeugen entfielen 743 auf Fahrräder, 229 auf E-Scooter, 97 auf Krafträder sowie 191 auf andere Fahrzeuge wie Autos und Lastwagen.

Die Polizei überprüfte aber nicht nur das Verhalten der Zweiradfahrenden selbst, sondern auch den Schutz, den andere Verkehrsteilnehmer ihnen gegenüber einhalten müssen. Beim Überholen einspuriger Fahrzeuge innerorts gilt ein Mindest-Seitenabstand von 1,5 Metern; in besonders engen Straßen haben Kommunen darüber hinaus Überholverbote erlassen. Auch das unberechtigte Parken auf Radwegen wurde von den Einsatzkräften geahndet.

Hintergrund des Aktionstags ist die gestiegene Unfallgefahr für Zweiradnutzer: Zweiradfahrende sind bei Unfällen besonders häufig von Verletzungen betroffen, und zuletzt stiegen die Unfallzahlen mit Zweiradbeteiligung im Bereich des Polizeipräsidiums Mannheim.

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