Die Versammlungen und Aufzüge am Samstag in Pforzheim sind weitgehend friedlich verlaufen. Im Mittelpunkt stand die Christopher Street Day-Parade mit rund 1.400 Teilnehmern, die vom Marktplatz durch die Innenstadt zog.
Die CSD-Veranstaltung begann um 12:00 Uhr mit einer stationären Veranstaltung auf dem Pforzheimer Marktplatz. Die dazugehörige Parade mit Auftakt- und Abschlusskundgebung führte etwa eine Stunde lang durch die Innenstadt und verlief ohne größere Zwischenfälle.
Parallel dazu fand eine weitere angemeldete Versammlung statt, die gegen 12:00 Uhr mit einer Auftaktkundgebung auf dem Waisenhausplatz begann. Die rund 40 Teilnehmer setzten sich gegen 12:40 Uhr in Bewegung und zogen ebenfalls durch die Innenstadt. Auch dieser Aufzug verlief ohne besondere Vorkommnisse.
Zwei kleinere Versammlungen mit etwa 15 beziehungsweise sechs Teilnehmern fanden im Bereich des Eingangs zur Fußgängerzone sowie in unmittelbarer Nähe statt. Diese verliefen ebenfalls friedlich.
Dennoch gab es einzelne Vorfälle: Ein Autofahrer beleidigte einen CSD-Teilnehmer. Nach den Aufzügen kam es nach bisherigen Erkenntnissen zu zwei Körperverletzungsdelikten. Die Polizei ermittelt zum genauen Hergang und den beteiligten Personen. Außerdem wird geprüft, ob vier Personen gegen das Versammlungsgesetz verstießen, indem sie zeitweise vermummt waren.
Das Polizeipräsidium Pforzheim setzte mehrere hundert Polizistinnen und Polizisten ein, unterstützt durch das Polizeipräsidium Einsatz und die Bundespolizei. Dazu gehörten Polizeidiensthundeführer, die Polizeireiterstaffel sowie Anti-Konflikt-Teams. Dadurch konnten konfliktträchtige Aufeinandertreffen der verschiedenen Gruppierungen frühzeitig erkannt und verhindert werden.
Aufgrund der Versammlungen und Aufzüge mussten zeitweise einzelne Straßen im Bereich der Innen- und Nordstadt für den Fahrzeugverkehr gesperrt werden.
Die Einsatzleiterin, Leitende Polizeidirektorin Jennifer Lautensack, zog eine positive Bilanz: „Wir haben uns intensiv auf den polizeilichen Einsatz vorbereitet und dabei verschiedene Szenarien berücksichtigt. Diese traten erfreulicherweise nicht ein. Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit insbesondere mit der Versammlungsbehörde der Stadt Pforzheim, dem Polizeipräsidium Einsatz und der Bundespolizei hat sich bewährt.“