Hamburg – Ein Großeinsatz von Bundes- und Landespolizei hat am Sonntag, 3. Mai 2026, gegen 16:23 Uhr am Hamburger Hauptbahnhof und am S-Bahnhof Elbbrücken stattgefunden. Bahnreisende hatten gemeldet, eine Person mit einer Schusswaffe in einer S-Bahn gesehen zu haben. Der Einsatz endete mit der Festnahme eines 46-jährigen Rumänen – der Mann führte eine Druckluftwaffe in seiner Hosentasche mit sich.
Ausgangspunkt war der Bahnsteig zu den Gleisen 3 und 4 im Hamburger Hauptbahnhof: Dort wandten sich Reisende an einen Mitarbeiter der Örtlichen Aufsicht der S-Bahn und berichteten, eine bewaffnete Person in einem Zug der Linie S3 gesehen zu haben, der soeben in Richtung Elbbrücken abgefahren war. Der Mitarbeiter leitete die Meldung umgehend an die Bundespolizei weiter.
Die Bundespolizei ordnete daraufhin an, die betroffene S-Bahn auf Gleis 2 im S-Bahnhof Elbbrücken anzuhalten. Streifen der Hamburger Landespolizei sowie der Bundespolizei rückten mit Sonder- und Wegerechten zum Einsatzort aus. Bundespolizisten in robuster Ausstattung – darunter Einsatzhelme und Maschinenpistolen – durchsuchten die S-Bahn, den Bahnhof Elbbrücken sowie das unmittelbare Bahnhofsumfeld. Den gesuchten Mann trafen die Beamten in der nahegelegenen Zweibrückenstraße an. Er wurde gefesselt und festgenommen.
Bei der Durchsuchung des 46-Jährigen fanden die Einsatzkräfte in seiner Hosentasche eine Druckluftwaffe, die zum Verschießen von Metallkugeln geeignet ist. Beim Antreffen durch die Bundespolizei war die Waffe nicht geladen. Darüber hinaus führte der Mann mehrere Gaskartuschen sowie Munition in Form von Metallkugeln mit sich. Eine Erlaubnis zum Besitz dieser Waffe konnte er nicht vorweisen.
Der rumänische Staatsangehörige wurde zum Bundespolizeirevier Hamburg Hauptbahnhof gebracht. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,09 Promille. Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung musste der Beschuldigte wieder entlassen werden. Nach aktuellem Ermittlungsstand der Bundespolizei kam es in der S-Bahn zu keiner Bedrohungslage; Reisende wurden nicht verletzt.
Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren nach dem Waffengesetz ein und stellte die Druckluftwaffe, die Gaskartuschen sowie die Metallkugeln sicher. Das LKA der Hamburger Landespolizei übernimmt die weitere Bearbeitung des Waffengesetz-Verstoßes.