In Bad Buchau ist am Mittwoch eine Seniorin Opfer eines dreisten Betrugs geworden. Ein Unbekannter gab sich als Mitarbeiter des Finanzamts aus und brachte die Frau dazu, ihm Geld zu übergeben.
Gegen 13 Uhr klingelte der Täter an der Haustür der Frau in der Schussenrieder Straße und drängte sich in die Wohnung. Dabei behauptete er, vom Finanzamt zu sein, und zeigte ein Dokument vor, das belegen sollte, dass die Seniorin Schulden begleichen müsse. Gutgläubig übergab sie dem Mann Geld. Anschließend verließ er die Wohnung wieder.
Der bislang unbekannte Täter wird als etwa 175 Zentimeter groß mit schlanker Figur beschrieben. Er trug eine blaue Jeans und ein farbiges Hemd. Während des Vorfalls trug er eine Corona-Maske. Der Polizeiposten Bad Schussenried sucht unter der Telefonnummer 07583/942020 nach dem Unbekannten und bittet Zeugen um Hinweise.
Wie die Polizei betont, haben es Betrüger an der Haustür besonders häufig auf Senioren abgesehen, die sich in ihren vier Wänden vermeintlich sicher fühlen. Ziel dieser Besucher sei es, in die Wohnung gebeten zu werden, denn dort sind normalerweise weder Zeugen noch andere Personen, die ihre Pläne durchkreuzen könnten. Die Täter treten dabei in ganz unterschiedlichen Rollen auf: Mal geben sie sich als seriös gekleideter Geschäftsmann, mal als Handwerker in Arbeitskleidung, als Hilfsbedürftiger oder sogar als angebliche Amtsperson aus.
Die Polizei rät deshalb: Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung! Sehen Sie sich Besucher vor dem Öffnen durch den Türspion oder mit einem Blick aus dem Fenster an. Öffnen Sie die Wohnungstür niemals sofort – legen Sie immer Sperrbügel oder Sicherheitskette an. Ziehen Sie telefonisch eine Nachbarin oder einen Nachbarn hinzu, wenn unbekannte Besucher vor der Tür stehen, oder bestellen Sie die Besucher zu einem späteren Termin, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist. Wählen Sie die offiziellen Rufnummern von Behörden, um sich zu vergewissern. Im Zweifelsfall rufen Sie immer die Polizei an und erkundigen sich, ob eventuell ein Betrug vorliegt.