Bayern: Extreme Dürre im Süden, normale Bodenfeuchte im Norden – 22. Mai 2026

Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte zeigt für Bayern eine deutliche regionale Zweiteilung: Während der Süden des Freistaats großflächig von extremer Dürre betroffen ist, weisen die nördlichen Regionen überwiegend normale bis feuchte Bodenverhältnisse auf.

Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Bayern (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Besonders ausgeprägt ist die extreme Dürre in den südlichen und südöstlichen Landesteilen, wo dunkelrote Bereiche dominieren. Diese entsprechen der UFZ-Klasse „extreme Dürre“, einem Ereignis das statistisch alle 30 Jahre auftritt. Teilweise zeigen sich auch violette Bereiche, die auf „außergewöhnliche Dürre“ hinweisen – ein Zustand, der nur alle 50 Jahre erreicht wird. Im mittleren Bayern wechseln sich Bereiche mit schwerer Dürre (rote Flächen) und moderater Dürre (orange) ab. Der Norden Bayerns hingegen zeigt überwiegend gelbe bis grüne Bereiche, was normale bis leicht feuchte Bodenverhältnisse anzeigt.

Die aktuellen Wetterdaten verstärken die angespannte Lage im Süden: Mit nur 4,2 mm Niederschlag in den vergangenen sieben Tagen und erwarteten 0 mm in den kommenden drei Tagen bei Höchsttemperaturen von bis zu 29,8°C bleibt die Trockenheit bestehen. Der UFZ-Dürremonitor zeigt als 14-Tage-Mittel den Zustand des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe und reagiert träge auf kurzfristige Wetteränderungen.

Für die betroffenen Gebiete mit extremer Dürre bedeutet dies erhebliche Auswirkungen auf Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Die Wasserversorgung in den dunkelrot markierten Regionen steht unter Belastung. In den nördlichen Landesteilen mit normaler Bodenfeuchte bleibt die Lage entspannt.

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