Die aktuelle Karte des UFZ-Dürremonitors zeigt für Thüringen eine regional stark unterschiedliche Bodenfeuchte-Situation. Während der nördliche Landesteil überwiegend normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweist, dominiert im südlichen und östlichen Thüringen moderate Trockenheit.

Im Detail zeigt sich ein klares Nord-Süd-Gefälle: Der Norden um Eichsfeld und Kyffhäuser weist normale Bodenfeuchtewerte auf, erkennbar an den grünen und weißen Bereichen der Karte. Der mittlere Bereich zeigt überwiegend ungewöhnlich trockene Verhältnisse (hellgelb), während sich im Süden und Südosten – insbesondere um Sonneberg und im Thüringer Wald – moderate Dürrebedingungen (orange) etabliert haben. Einzelne Bereiche im südöstlichen Thüringen zeigen bereits schwere Dürreklassen (rot).
Die aktuellen Wetterdaten bestätigen die angespannte Lage: Mit nur 12 mm Niederschlag in den vergangenen sieben Tagen bei Durchschnittstemperaturen von 10,1°C blieb der für diese Jahreszeit benötigte Niederschlag aus. Die kommenden drei Tage versprechen mit erwarteten 0,5 mm Regen und Höchsttemperaturen bis 26,1°C keine Entspannung. Der UFZ-Dürremonitor zeigt als 14-Tage-gleitendes Mittel die träge Reaktion des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe – kurzfristige Niederschläge würden zunächst nur den Oberboden erreichen.
Für die Landwirtschaft bedeuten die moderaten Dürreklassen im Süden Thüringens erhöhte Aufmerksamkeit bei der Bewässerung, während die Forstwirtschaft die Entwicklung in den betroffenen Waldgebieten des Thüringer Waldes beobachten sollte. Die normale Bodenfeuchte im Norden zeigt, dass noch keine flächendeckende Trockenheit vorliegt.
Den aktuellen Wetterbericht für Thüringen finden Sie hier.