Die aktuelle Karte des UFZ-Dürremonitors zeigt für Mecklenburg-Vorpommern eine uneinheitliche Bodenfeuchtesituation. Während der nördliche Küstenbereich größtenteils normale bis feuchte Verhältnisse aufweist, dominieren im südlichen und östlichen Landesteil moderate Dürrebedingungen. Etwa ein Drittel der Landesfläche zeigt normale Bodenfeuchte.

Im Detail zeigt sich folgende regionale Verteilung: Die Küstenregionen von der Lübecker Bucht bis nach Rügen weisen überwiegend normale Bodenfeuchtewerte auf, erkennbar an den grünen und blauen Bereichen der Karte. Im Kontrast dazu sind die südlichen und östlichen Gebiete des Landes von moderater Dürre (orange) betroffen, mit einzelnen Bereichen die schwere Dürre (rot) erreichen. Besonders der Raum um die Mecklenburgische Seenplatte zeigt deutliche Trockenheitssignale.
Die Wetterdaten der vergangenen Woche zeigen 31,7 mm Niederschlag bei einer Durchschnittstemperatur von 9,1°C. Während diese Niederschläge den oberflächennahen Boden bereits entlastet haben dürften, reagiert der Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe träge auf kurzfristige Niederschlagsereignisse. Die UFZ-Karte stellt ein 14-Tage-Mittel dar und wird wöchentlich aktualisiert. Für die kommenden drei Tage wird kein Niederschlag erwartet bei Höchsttemperaturen um 16°C.
Die moderate Dürre in den betroffenen Gebieten kann die Wasserversorgung von Kulturpflanzen beeinträchtigen und erfordert erhöhte Aufmerksamkeit in der Landwirtschaft. Waldgebiete zeigen in den trockenen Bereichen erste Stressanzeichen. Die normalen Feuchteverhältnisse in den nördlichen Landesteilen wirken stabilisierend auf die Gesamtsituation.
Den aktuellen Wetterbericht für Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier.