Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte zeigt für Deutschland ein stark geteiltes Bild der Bodenfeuchte im Gesamtboden bis 1,80 Meter Tiefe. Während der Süden und Südosten des Landes großflächig von schwerer bis extremer Dürre betroffen sind, herrschen im Norden und Nordwesten weitgehend normale bis feuchte Bodenverhältnisse.

Besonders ausgeprägt ist die Trockenheit in Bayern und Baden-Württemberg, wo sich großflächig Bereiche schwerer Dürre (rot) und extremer Dürre (dunkelrot) zeigen. In Sachsen und Thüringen dominieren moderate bis schwere Dürrebedingungen, während sich in Brandenburg und Sachsen-Anhalt ein Mosaik aus ungewöhnlich trockenen bis moderat trockenen Verhältnissen abzeichnet. Im Kontrast dazu präsentieren sich Schleswig-Holstein, Niedersachsen und große Teile Nordrhein-Westfalens mit normalen bis überdurchschnittlich feuchten Böden.
Die aktuellen Wetterdaten der vergangenen sieben Tage zeigen erhebliche regionale Unterschiede bei den Niederschlägen: Während Nordrhein-Westfalen 33 mm und Niedersachsen 26,5 mm verzeichneten, fielen in Baden-Württemberg lediglich 5,6 mm und in Berlin 4,3 mm. Da der UFZ-Dürremonitor ein 14-Tage-gleitendes Mittel des Gesamtbodens darstellt, reagiert dieser träge auf kurzfristige Niederschlagsereignisse. Die jüngeren Regenfälle haben daher die Oberbodenfeuchte bereits verbessert, während der Gesamtboden noch die längere Trockenperiode widerspiegelt.
Die schwere bis extreme Dürre im Süden Deutschlands bedeutet statistisch gesehen Verhältnisse, die nur alle 20 bis 30 Jahre auftreten. Für die Landwirtschaft in diesen Regionen stellen diese Bedingungen eine erhebliche Belastung dar, insbesondere für tiefwurzelnde Kulturen und die Waldbewirtschaftung. Die normalen Bodenfeuchteverhältnisse im Norden bieten hingegen günstige Bedingungen für die Vegetation. Die Wetterprognose für die kommenden drei Tage zeigt regional unterschiedliche Aussichten: Bayern und Mecklenburg-Vorpommern können mit weiteren 6-7 mm rechnen, während für den Südwesten kaum Niederschlag erwartet wird.
Den aktuellen Wetterbericht für Deutschland finden Sie hier.
Dürreberichte nach Bundesland
- Baden-Württemberg: Schwere Dürre im Südosten, normale Bodenfeuchte im Norden – UFZ-Bericht vom 5. Juni 2026
- Bayern: Schwere Dürre im Süden, normale Bodenfeuchte im Norden – UFZ-Bericht vom 3. Juni 2026
- Berlin: Bodenfeuchte-Lage zeigt regional unterschiedliche Entwicklung
- Bodenfeuchte in Niedersachsen: Unterschiedliche Bedingungen zwischen Nord und Süd am 5. Juni 2026
- Bodenfeuchte in NRW: Überwiegend normale Verhältnisse trotz lokaler Trockengebiete – 5. Juni 2026
- Bodenfeuchte-Bericht Bremen: Normale Verhältnisse trotz einzelner trockener Bereiche am 3. Juni 2026
- Brandenburg: Bodenfeuchte-Lage zeigt starke regionale Unterschiede – 3. Juni 2026
- Hamburg: Bodenfeuchte-Lage zeigt normale Verhältnisse im Norden, moderate Trockenheit im Süden – 5. Juni 2026
- Hessen: Gemischte Bodenfeuchte-Lage mit regionalen Unterschieden – UFZ-Bericht vom 3. Juni 2026
- Mecklenburg-Vorpommern: Anhaltende Trockenheit im Gesamtboden – UFZ-Dürrekarte zeigt moderate bis schwere Dürre
- Rheinland-Pfalz: Unterschiedliche Bodenfeuchte-Verhältnisse – Trockenheit im Süden, normale Werte im Norden (5. Juni 2026)
- Saarland: Moderate Trockenheit im Gesamtboden bei aktuell feuchteren Oberflächenbedingungen – 5. Juni 2026
- Sachsen-Anhalt: Moderate Trockenheit im Süden, normale Bodenfeuchte im Norden – 5. Juni 2026
- Sachsen: Schwere Dürre im Großteil des Bundeslands – UFZ-Dürrekarte vom 3. Juni 2026
- Schleswig-Holstein: Unterschiedliche Bodenfeuchte-Verhaeltnisse zum 3. Juni 2026
- Thüringen: Moderate Dürreklassen im Süden, normale Bodenfeuchtewerte im Norden – 5. Juni 2026