Brandanschläge auf Mülltonnen und Todesfall bei Radtour – Polizei Reutlingen meldet mehrere Vorfälle

(Symbolbild)

Im Raum Reutlingen-Tübingen hat die Polizei am Wochenende mehrere schwere Vorfälle registriert. Zu den schwersten Ereignissen zählten Brandanschläge auf Mülltonnen, ein Todesfall bei einer Radtour sowie mehrere Brände mit hohem Sachschaden.

Am späten Samstagabend gegen 22.20 Uhr setzte ein unbekannter Täter mehrere Mülltonnen in den Ortsteilen Storlach und Voller Brunnen in Brand. Betroffen waren die Mittnachtstraße, die Schweidnitzer Straße und die Beuthener Straße. Eine Anwohnerin bemerkte eine unbekannte Person, die sich mit einem Kanister in der Hand an einem der Brandobjekte aufhielt. Eine sofort eingeleitete Fahndung mit mehreren Streifenwagen verlief erfolglos. Die Feuerwehr war mit drei Löschfahrzeugen und 18 Einsatzkräften im Einsatz und konnte die Mülltonnen rasch löschen. Eine Gefahr für umliegende Gebäude bestand nicht. Das Polizeirevier Reutlingen ermittelt und bittet unter 07121/942-3333 um Hinweise.

In Sonnenbühl starb am Samstagnachmittag ein 54-jähriger Pedelec-Fahrer. Er wurde gegen 13.30 Uhr leblos auf einem Feldweg zwischen Erpfingen und Guppenloch-Hart von einem Zeugen aufgefunden. Trotz sofortig eingeleiteter Reanimation konnte der hinzugerufene Notarzt nur noch den Tod feststellen. Nach den bisherigen Ermittlungen führten medizinische Probleme zum Tod des Radfahrers. Der Verkehrsdienst Tübingen hat die Ermittlungen übernommen.

In Reutlingen attackierte am Samstagabend ein 36-jähriger Mann mehrere Passanten in der August-Lämmle-Straße. Gegen 20.00 Uhr schlug er einem 68-jährigen Fußgänger ins Gesicht und beschädigte ein geparktes Fahrzeug. Auf seinem weiteren Weg beleidigte er eine 28-Jährige und schlug einem 37-Jährigen ins Gesicht. Als die Polizei eintraf, wehrte er sich vehement gegen die Maßnahmen und spuckte einem Beamten ins Gesicht. Er wurde anschließend in einer psychiatrischen Einrichtung vorgestellt, wo er noch einen Pfleger bedrohte. Die Ermittlungen dauern an.

In Münsingen brannte am Samstagabend ein Wohn- und Geschäftshaus „Beim Unteren Tor“ aus. Gegen 18.30 Uhr meldete ein Bürger über Notruf aufsteigenden Rauch aus dem Gebäude, in dem auch ein Blumengeschäft untergebracht ist. Die Bewohner hielten sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht im Gebäude auf. Während der Löscharbeiten stürzte der Dachstuhl ein. Die Bewohner wurden durch die Stadt Münsingen anderweitig untergebracht. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden beläuft sich auf circa 300.000 Euro. Die Feuerwehr war mit neun Fahrzeugen und 40 Einsatzkräften vor Ort, der Rettungsdienst mit fünf Fahrzeugen und elf Einsatzkräften. Das Polizeirevier Münsingen ermittelt zur Brandursache.

In Lichtenstein geriet in der Nacht zum Sonntag ein Mercedes aufgrund eines technischen Defekts in Brand. Gegen 2.40 Uhr bemerkte der 20-jährige Fahrer Flammen aus dem Bereich der Vorderreifen, als er die Holzelfinger Straße Richtung Holzelfingen fuhr. Er konnte sein Fahrzeug an einer Bushaltestelle abstellen und sich rechtzeitig entfernen, sodass er unverletzt blieb. Bei Eintreffen der Polizei stand das Fahrzeug bereits in Vollbrand. Die Feuerwehr löschte den Brand mit vier Fahrzeugen und zwölf Einsatzkräften. Während der Löscharbeiten und der anschließenden Fahrbahnreinigung musste die Holzelfinger Steige vollständig gesperrt werden. Der Schaden am ausgebrannten Auto beläuft sich auf circa 6.000 Euro. Sowohl die Fahrbahn als auch die Bushaltestelle wurden durch die Hitzeentwicklung beschädigt – der Schaden beläuft sich auf circa 4.000 Euro.

In Kirchheim am Teck brannte am frühen Sonntagmorgen ein Imbisswagen-Anhänger auf dem Güterbahnhofgelände vollständig aus. Kurz nach fünf Uhr meldeten mehrere Verkehrsteilnehmer und Passanten eine größere schwarze Rauchwolke über dem Bahnhof. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand der Imbisswagen bereits in Vollbrand. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen. Die Schadenshöhe und Brandursache sind noch nicht bekannt. Das Polizeirevier Kirchheim ermittelt. Spezialisten der Kriminaltechnik sicherten Spuren vor Ort.

In Tübingen kam es am Samstagnachmittag zu einer körperlichen Auseinandersetzung auf einem Spielplatz in der Heinlenstraße. Gegen 13.00 Uhr teilte ein 35-Jähriger der Polizei mit, dass es zu einer Auseinandersetzung zwischen ihm und einem 43-jährigen Mann kam. Im Vorfeld war die 32-jährige Ehefrau des 35-Jährigen beleidigt worden, nachdem sie den 42-Jährigen gebeten hatte, auf dem Spielplatz keinen Joint herzustellen. Der hinzugerufene Ehemann stellte den Beleidiger zur Rede, woraufhin die Situation eskalierte und es zu einem Gerangel kam. Verletzt wurde niemand. Das Polizeirevier Tübingen ermittelt.

Bei Albstadt verletzte sich ein Motorradfahrer am Samstagnachmittag schwer. Der 26-jährige Fahrer fuhr kurz nach 12.00 Uhr mit seiner 1000er BMW die K7145 von Tieringen Richtung Laufen an der Eyach. Er kam in einer langgezogenen Linkskurve von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem Baum. Der verletzte Motorradfahrer wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht. Die Fahrbahn musste kurzzeitig voll gesperrt werden. Das Motorrad war nicht mehr fahrbereit und wurde abgeschleppt. Neben Polizei und Rettungsdienst war auch die Bergwacht im Einsatz.

» Weitere Polizeimeldungen