Brandenburg: Moderate Dürre im Osten, normale Bodenfeuchte im Westen – 22. Mai 2026

Die aktuelle UFZ-Dürremonitor-Karte zeigt für Brandenburg eine regional stark unterschiedliche Bodenfeuchte-Situation. Während der Westen des Landes überwiegend normale bis feuchte Bodenverhältnisse aufweist, dominiert im östlichen Brandenburg moderate Dürre. Etwa die Hälfte der Landesfläche zeigt Trockenheitsstufen von ungewöhnlich trocken bis moderate Dürre.

Aktuelle Dürrekarte Brandenburg (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Brandenburg (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Die regionale Verteilung ist deutlich ausgeprägt: Der westliche Teil Brandenburgs, insbesondere im Bereich der Prignitz und Teilen des Havellandes, zeigt normale bis feuchte Bodenfeuchte-Verhältnisse. Im Kontrast dazu weist der östliche Landesteil, vor allem die Uckermark und die Lausitz, moderate Dürre auf. In der Mitte des Landes, rund um Berlin, herrschen überwiegend ungewöhnlich trockene Bedingungen vor. Vereinzelte Bereiche im Südosten zeigen schwere Dürre.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche bestätigen die trockene Tendenz: Mit nur 2,9 mm Niederschlag bei Durchschnittstemperaturen von 13°C blieb der Gesamtboden weitgehend unverändert. Die UFZ-Karte zeigt als 14-Tage-gleitendes Mittel die träge Reaktion des Gesamtbodens bis 1,80 Meter Tiefe. Die kommenden drei Tage bringen voraussichtlich keinen Niederschlag bei steigenden Temperaturen bis 27°C, was die aktuelle Situation verstärken könnte.

Für die Landwirtschaft in den betroffenen östlichen Regionen bedeutet die moderate Dürre eine erhöhte Aufmerksamkeit bei der Bewässerungsplanung. Die Forstwirtschaft sollte besonders in den Gebieten mit schwerer Dürre im Südosten die Waldbrandgefahr im Blick behalten. Die Wasserversorgung ist bei der aktuellen Klasseneinteilung noch nicht gefährdet, eine Beobachtung der weiteren Entwicklung ist jedoch ratsam.

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