Deutschlands Exportüberschuss mit USA schrumpft um 30,5 Prozent im ersten Quartal

via dts Nachrichtenagentur

Deutschland hat im ersten Quartal 2026 einen deutlich geringeren Handelsüberschuss mit den USA erzielt. Der Exportüberschuss sank um 30,5 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro, verglichen mit 17,8 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Dies teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit.

Die deutschen Exporte in die USA gingen um 12,1 Prozent auf 36,2 Milliarden Euro zurück, während die Importe aus den Vereinigten Staaten um 1,9 Prozent auf 23,8 Milliarden Euro stiegen. Hauptgrund für den schrumpfenden Handelsüberschuss war der deutliche Rückgang bei den Exporten von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen.

Der Handel mit Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen blieb zwar mit einem Saldo von 5,0 Milliarden Euro der größte Beitrag zum deutschen Exportüberschuss, jedoch war dieser um 35,5 Prozent geringer als im Vorjahresquartal mit damals 7,8 Milliarden Euro. Die Exporte in dieser Warengruppe sanken um 28,4 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro, während die Importe um 13,2 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro zulegten.

Besonders stark war der Einbruch bei verschiedenen Fahrzeugtypen: Bei Neufahrzeugen mit Verbrennermotoren betrug der Exportüberschuss 2,0 Milliarden Euro, wobei die Exporte um 17,6 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro fielen und die Importe um 4,9 Prozent auf 0,6 Milliarden Euro stiegen. Hybridfahrzeuge erzielten einen Überschuss von 0,5 Milliarden Euro bei Exporten von 0,9 Milliarden Euro (-25,4 Prozent) und Importen von 0,3 Milliarden Euro (+47,7 Prozent). Bei reinen Elektroautos lag der Überschuss bei 0,4 Milliarden Euro, wobei die Exporte drastisch um 65,7 Prozent auf 0,6 Milliarden Euro einbrachen und die Importe um 34,3 Prozent auf 0,2 Milliarden Euro stiegen.

Auch bei Maschinen verzeichnete Deutschland einen positiven Außenhandelssaldo von 4,9 Milliarden Euro, der jedoch um 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal abnahm. Die Exporte gingen um 6,4 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro zurück, die Importe sanken um 11,0 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro.

Weitere Warengruppen mit deutschem Exportüberschuss waren pharmazeutische Erzeugnisse mit einem Saldo von 3,4 Milliarden Euro (-18,7 Prozent zum Vorjahresquartal) sowie elektrische Ausrüstungen mit einem Saldo von 1,9 Milliarden Euro (-5,3 Prozent).

Importüberschüsse ergaben sich vor allem bei mineralischen Brennstoffen. Den größten Anteil hatten Erdöl und Erdgas mit einem negativen Außenhandelssaldo von 3,0 Milliarden Euro. Auch beim Handel mit Kohle und Kokereierzeugnissen war der Saldo mit jeweils 0,3 Milliarden Euro negativ.

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