Dramatische Dürre in Deutschland: Osten und Süden besonders betroffen – 14. April 2026

Deutschland erlebt eine dramatische Dürresituation: Die aktuelle Karte des UFZ Dürremonitors zeigt für weite Teile des Landes außergewöhnlich trockene Böden. Besonders alarmierend ist die Lage in Ostdeutschland und Bayern, wo tiefroter Farbcode extreme Dürre anzeigt.

Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Deutschland (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Die schwerwiegendste Bodentrockenheit herrscht derzeit in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und weiten Teilen Brandenburgs. Auch Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und große Gebiete Bayerns sind von außergewöhnlicher Dürre betroffen. Selbst in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg zeigen sich kritische Trockenzonen. Lediglich der äußerste Nordwesten Deutschlands, Teile Schleswig-Holsteins und kleinere Bereiche in Rheinland-Pfalz weisen noch ausreichende Bodenfeuchte auf.

Die Niederschläge der vergangenen Woche bieten wenig Hoffnung: Mit durchschnittlich nur 7,7 Millimetern deutschlandweit blieben sie weit unter dem Bedarf. Besonders dramatisch war die Lage in Berlin mit null Millimetern Niederschlag. Auch die Wettervorhersage für die kommenden drei Tage verspricht mit erwarteten 1,9 Millimetern kaum Entspannung. Diese geringen Regenmengen können die Bodentrockenheit in den tieferen Schichten nicht lindern – dafür wären wochenlange, ergiebige Niederschläge nötig.

Die anhaltende Dürre stellt Landwirtschaft und Forstwirtschaft vor massive Herausforderungen. Landwirte müssen bereits jetzt mit Ernteausfällen rechnen, während die Waldbrandgefahr deutlich steigt. Auch die Trinkwasserversorgung könnte in den betroffenen Regionen unter Druck geraten, wenn sich die Situation nicht bald entspannt.

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