Gleich drei Raubüberfälle auf Jugendliche haben am Donnerstagabend (23. Mai 2026) die Polizei in Frankfurt beschäftigt. Die Taten ereigneten sich innerhalb von fünf Stunden im Westend und Nordend – vermutlich durch dieselbe Tätergruppe.
Der erste Raub passierte gegen 18:00 Uhr in der Neuhofstraße auf Höhe der Hausnummer 10. Dort sprachen drei Unbekannte einen 17-Jährigen an, der zu Fuß unterwegs war. Sie drohten ihm damit, ihn zu „jetten“ – umgangssprachlich dafür, mit einer Pfefferpistole auf jemanden einzuwirken. Die Täter raubten dem Jugendlichen 20 Euro Bargeld und flüchteten anschließend in Richtung Lortzingerstraße.
Vier Stunden später kam es gegen 22:00 Uhr zum zweiten Überfall. In der Holzhausenstraße auf Höhe der Hausnummer 62 gingen unbekannte Täter auf einen 16-Jährigen zu. Unter dem Vorwand, eine „Taschenkontrolle“ durchzuführen, raubten sie erneut Bargeld. Danach stiegen die Unbekannten in einen Bus und fuhren weg.
Der dritte Raub ereignete sich gegen 23:00 Uhr im Reuterweg auf Höhe der Hausnummer 69. Unbekannte sprachen einen 16-Jährigen an und fragten nach einer Powerbank. Als der Jugendliche verneinte, durchsuchte einer der Täter ihn nach Wertgegenständen und forderte schließlich die Herausgabe seiner Schuhe. Nachdem der Geschädigte den Schuhen übergeben hatte, zwangen ihn die Räuber dazu, über sein Handy einen E-Scooter zu mieten. Mit diesem E-Scooter fuhr einer der Täter davon.
Die Polizei geht von einem Zusammenhang zwischen allen drei Fällen aus, da die Täterbeschreibungen übereinstimmen. Gesucht werden drei männliche Jugendliche: Der erste ist etwa 175 cm groß, dicklich, circa 16 Jahre alt, hat eine dunkelbraune Hautfarbe und afrikanischen Phänotyp. Er trug eine schwarze Kapuzenjacke und eine schwarze Bauchtasche. Der zweite Täter ist etwa 184 cm groß, circa 17 Jahre alt, dünn mit kurzer Afrofrisur und hellbrauner Hautfarbe. Er war mit einem grauen Kapuzenpulli und einer schwarzen Bauchtasche bekleidet. Die dritte Person ist ebenfalls etwa 184 cm groß, männlich und hat eine hellbraune Hautfarbe.
Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zu den Vorfällen oder den Tätern machen können, sich beim 3. Polizeirevier unter der Telefonnummer 069 / 755 – 10300 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.