Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Zug in Pakistan sind am Sonntag mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen. Der Angriff ereignete sich in der Stadt Quetta in der südwestlichen Provinz Belutschistan, wie die örtlichen Behörden mitteilten. Der angegriffene Zug beförderte Militärangehörige und ihre Familien.
Durch die Wucht der Explosion kippten zwei Waggons des Zuges um. Dutzende weitere Menschen wurden bei dem Anschlag verletzt und in örtliche Krankenhäuser eingeliefert. Der Vorfall ereignete sich in einem normalerweise von Sicherheitskräften abgesicherten Gebiet.
Die Explosion richtete erhebliche Schäden in der Umgebung an. Mehrere Gebäude und über ein Dutzend Fahrzeuge entlang der Straße wurden durch die Detonation beschädigt.
Die verbotene Belutschistan-Befreiungsarmee (BLA) bekannte sich Medienberichten zufolge zu dem Anschlag. Die Separatistengruppe, die die Unabhängigkeit von der pakistanischen Zentralregierung fordert, erklärte demnach, sie habe den Zug angegriffen, weil er Sicherheitskräfte transportierte.
Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif verurteilte den Anschlag scharf als „feigen Terrorakt“ und sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus. „Wir bleiben standhaft in unserer Entschlossenheit, den Terrorismus in all seinenFormen und Ausprägungen zu beseitigen“, erklärte Sharif.