Dresden: Großbrand in Tiefgarage – 50 Einsatzkräfte mit Spezialtechnik im Einsatz

© Roland Halkasch Das LUF (Löschunterstützungsfahrzeug) fährt in die Tiefgarage ein.

In der Nacht zu Donnerstag rückte die Dresdner Feuerwehr zu einem Brand in einem Wohn- und Apartmenthaus in der Annenstraße aus. Gegen 23:41 Uhr war zunächst eine Brandmeldeanlage ausgelöst worden.

Bereits beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich die Lage: Aus der Tiefgarage des Gebäudekomplexes drang Rauch. Sofort bauten die Feuerwehrleute einen Löschangriff über die Zufahrt zur Tiefgarage auf. Einsatzkräfte eines Hilfeleistungslöschfahrzeugs gingen unter Atemschutz zur Erkundung in das Untergeschoss vor.

Dort stellten sie eine massive Rauchentwicklung fest. Die Sichtverhältnisse waren zeitweise so schlecht, dass selbst auf kurze Distanz kaum Orientierung möglich war. Der Brandherd wurde schließlich in einem Raum mit mehreren Abstellboxen lokalisiert. Das Feuer selbst war durch die Einsatzkräfte relativ schnell gelöscht.

Allerdings hatte sich der Rauch bereits in der gesamten Tiefgarage sowie in weitere Bereiche des Gebäudekomplexes ausgebreitet. Betroffen waren unter anderem vier Treppenräume. Zudem kam es in einer benachbarten Boulderhalle zu erheblichem Raucheintrag. In mehreren Wohnungen lösten infolge der Rauchausbreitung Heimrauchmelder aus.

Alle Bewohnerinnen und Bewohner konnten das Gebäude unverletzt verlassen. Die anschließende Entrauchung stellte die Feuerwehr jedoch vor erhebliche Herausforderungen. Die maschinelle Entrauchung der Tiefgarage funktionierte nicht. Daraufhin wurden weitere Kräfte sowie Spezialtechnik nachgefordert.

Zur Entrauchung kamen unter anderem ein Abrollbehälter Lüfter sowie ein Löschunterstützungsfahrzeug (LUF) zum Einsatz. Das ferngesteuerte Kettenfahrzeug wurde gezielt in die betroffenen Bereiche eingebracht und unterstützte die Einsatzkräfte mit einem leistungsstarken Lüfter bei der Entrauchung. Dadurch konnten die Sichtverhältnisse verbessert, Rauch und Wärme gezielt abgeführt sowie sichere Arbeitsbedingungen für die Einsatzkräfte geschaffen werden.

Gerade bei Einsätzen in weitläufigen Tiefgaragen oder schwer zugänglichen Bereichen stellt das LUF einen wichtigen taktischen Baustein dar. Die Entrauchungsmaßnahmen dauerten bis in die frühen Morgenstunden an.

Die Bewohnerinnen und Bewohner wurden temporär in einem Bus der Dresdner Verkehrsbetriebe sowie in der Lobby eines benachbarten Hotels untergebracht. Sie konnten mittlerweile ihre Wohnungen wieder aufsuchen.

Im Einsatz befanden sich rund 50 Einsatzkräfte aller Feuer- und Rettungswachen der Berufsfeuerwehr sowie der Stadtteilfeuerwehren Gorbitz und Kaitz, der B-Dienst und der U-Dienst. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

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