Dürrealarm in Brandenburg und Sachsen-Anhalt – Berlin zwischen Extremen

Die Dürrekarte des UFZ Helmholtz-Zentrums zeigt für den 2. Mai 2026 ein dramatisches Bild: Während Berlin selbst noch glimpflich davonkommt, herrscht in den angrenzenden Bundesländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt teilweise außergewöhnliche Dürre. Besonders kritisch ist die Lage nordöstlich und südlich der Hauptstadt.

Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)
Aktuelle Dürrekarte Berlin (Quelle: UFZ Dürremonitor)

Der UFZ Dürre-Monitor offenbart deutliche regionale Unterschiede: Die schwersten Dürrebedingungen zeigen sich in dunkelroten Bereichen nordöstlich von Berlin in Brandenburg sowie in südöstlichen Teilen Sachsen-Anhalts. Hier erreicht der Bodenfeuchtewert extreme Niedrigstände. Berlin selbst liegt in einem Übergangsbereich mit moderater bis starker Trockenheit, während westliche Gebiete in Richtung Niedersachsen noch vergleichsweise feuchtere Böden aufweisen.

Die Wetterdaten der vergangenen Woche erklären die prekäre Situation: Null Millimeter Niederschlag bei Höchsttemperaturen von bis zu 28,8°C haben die Böden weiter ausgetrocknet. Zwar sind für die kommenden drei Tage 13,9 Millimeter Regen angekündigt, doch diese Mengen reichen bei weitem nicht aus, um die tieferliegenden Bodenschichten nachhaltig zu durchfeuchten. Oberflächlicher Regen versickert oft nur in den oberen Zentimetern und verdunstet schnell wieder.

Für die Landwirtschaft in Brandenburg und Sachsen-Anhalt bedeutet dies massive Herausforderungen bei der Frühjahrsbestellung. Besonders Mais und Zuckerrüben, die jetzt gesät werden, benötigen ausreichend Bodenfeuchtigkeit für die Keimung. Die Forstwirtschaft muss mit erhöhter Waldbrandgefahr rechnen, während Wasserbehörden bereits über mögliche Entnahmeeinschränkungen diskutieren dürften.

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