Duisburg: Drohmail-Absender unter falscher Identität – Staatsschutz ermittelt

(Symbolbild)

Am Dienstag (21. April) erhielten die Kreisgeschäftsstelle der Partei Bündnis 90/Die Grünen Duisburg und die Jüdische Gemeinde Duisburg bedrohliche E-Mails mit rechtsradikalen Inhalten. Der unbekannte Absender hatte unter Angabe vermeintlich echter Personalien Straftaten für den darauffolgenden Mittwoch (22. April) an den jeweiligen Örtlichkeiten angekündigt.

Der Duisburger Staatsschutz nahm noch am selben Tag die Ermittlungen auf, nachdem die Polizei von den Sachverhalten Kenntnis erlangte. Die Beamten haben erhebliche Zweifel daran, dass der angegebene Verfasser tatsächlich die Person ist, welche die E-Mails geschrieben und abgesetzt hat.

Nach einer Gesamtbetrachtung der aktuellen Sachverhalte kamen Experten des Duisburger Staatsschutzes zu der Einschätzung, dass nicht von einer Ernsthaftigkeit der angekündigten Taten auszugehen ist. Diese Bewertung teilte die Polizei den Adressaten der E-Mails mit.

Um ein mögliches Restrisiko zu minimieren, führte die Duisburger Polizei am 22. April unmittelbar an den genannten Örtlichkeiten Aufklärungs- und Präsenzmaßnahmen durch. Wer der tatsächliche Verfasser ist und was es mit den E-Mails auf sich hat, ist Gegenstand der noch andauernden Ermittlungen.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang ausdrücklich: Jede Drohung dieser Art begründe den Anfangsverdacht einer Störung des öffentlichen Friedens durch Androhungen von Straftaten und werde konsequent ermittlungstechnisch und strafrechtlich verfolgt.

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