Zwei unbekannte Männer haben am Dienstagmorgen (22. April) eine 83-jährige Frau in Essen-Kray bestohlen. Die Betrüger erbeuteten einen vierstelligen Bargeldbetrag sowie diverse Schmuckstücke aus der Wohnung in der Kellinghausstraße.
Die falschen Handwerker klingelten morgens an der Haustür der Seniorin und gaben vor, dass die Dachpfannen des Hauses verschoben seien und repariert werden müssten. Die 83-Jährige zeigte den beiden Männern den Zugang zu ihrem Dachboden. Einer der Unbekannten betrat diesen angeblich, um Messungen durchzuführen, während der andere mit der Frau in der Küche wartete.
Anschließend teilten die Betrüger der Seniorin mit, dass die Reparatur 3300 Euro kosten würde. Da sie diesen Betrag nicht zuhause hatte, fuhr sie gemeinsam mit einem der Täter zur Bank. Der zweite Mann hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits verabschiedet. Nach der Geldübergabe kündigte der verbliebene Betrüger an, Materialien zu besorgen und später wiederzukommen.
Als die 83-Jährige vergeblich auf die Rückkehr wartete und zu ihrer Wohnung zurückkehrte, entdeckte sie, dass ihre Schmuckschatulle geöffnet und geleert worden war. Der zweite Täter hatte offenbar während ihrer Abwesenheit die Wohnung durchsucht.
Die Polizei sucht Zeugen, die die gemeinsame Busfahrt der Seniorin mit dem Tatverdächtigen beobachtet haben. Beide stiegen an der Haltestelle Rheinelbeweg ein und fuhren mit der Linie 170 in Richtung Steele bis zum Krayer Markt. Die Tat ereignete sich im Laufe des Vormittags. Der Betrüger wird als etwa 40 bis 45 Jahre alter Mann mit dunkelblonden Haaren beschrieben. Er war rund 1,70 Meter groß und trug eine blaue Arbeitshose. Die Seniorin hatte zu diesem Zeitpunkt eine orangefarbene Jacke an.
Die Polizei warnt erneut vor Trickdieben, die sich als Wasserwerker, Handwerker, Bekannte von Nachbarn oder Mitarbeiter von Pflegediensten ausgeben. Oft bemerken die Bestohlenen erst später, dass Wertgegenstände fehlen. Die Beamten raten, keine Unbekannten in die Wohnung zu lassen, nur selbst beauftragte Handwerker einzulassen, bei Zweifeln die Hausverwaltung anzurufen und sich nicht unter Druck setzen zu lassen. Die Tür sollte nur mit vorgelegter Türsperre geöffnet und Dienstausweise kritisch geprüft werden. Im Verdachtsfall sollte bei der entsprechenden Behörde angerufen und die Telefonnummer selbst herausgesucht werden.
Hinweise nimmt die Polizei Essen unter der Telefonnummer 0201/829-0 oder per E-Mail an hinweise.essen@polizei.nrw.de entgegen.