Betrüger haben am Dienstag in Bielefeld einer Seniorin mehrere hundert Euro gestohlen, indem sie sich als Polizist und Bankmitarbeiterin ausgaben. Die Täter behaupteten, das Bargeld der Frau sei möglicherweise Falschgeld.
Gegen 17:30 Uhr erhielt die Bielefelderin einen Anruf von einer unbekannten Frau, die sich als Mitarbeiterin ihrer Bank ausgab. Sie behauptete, es sei Falschgeld im Umlauf, und erkundigte sich, ob die Seniorin kürzlich Geld abgehoben hätte. Als diese ihre Frage bejahte, kündigte die falsche Bankmitarbeiterin an, dass ein Mann kommen würde, um sich das Geld anzusehen.
Die Dame wurde zwischenzeitlich misstrauisch und wollte einen Verwandten anrufen. Davon konnte sie jedoch die Frau am Telefon abbringen. Gegen 18:00 Uhr erschien der angekündigte Mann an ihrer Wohnungstür an der Max-Planck-Straße. Er zeigte einen falschen Polizeiausweis auf seinem Handy vor, woraufhin ihn die ältere Dame eintreten ließ. Währenddessen blieb die falsche Bankmitarbeiterin am Telefon und gab der Bielefelderin weitere Anweisungen.
Die Seniorin holte Geldscheine in einem dreistelligen Betrag heraus, damit der vermeintliche Polizist diese begutachten konnte. Er betrachtete die Scheine, nahm sie an sich und verließ damit die Wohnung. Der Bielefelderin wurde erst danach klar, dass sie Opfer eines Betrugs geworden war. Sie verständigte die Polizei.
Der falsche Polizist war etwa 20 bis 23 Jahre alt, etwa 1,70 bis 1,75 Meter groß, schlank und hatte dunkle Haare. Er trug einen dunklen Pullover und eine dunkle Jeans. Das Kriminalkommissariat 15 bittet unter der Telefonnummer 0521/545-0 um Hinweise zu dem Täter.
Die Polizei rät, bei einem unguten Gefühl das Telefonat sofort zu beenden. Bürger sollen am Telefon keine Auskünfte über Wertgegenstände und Bargeld in ihrer Wohnung geben. Sie sollten auflegen und sich direkt bei ihrer Bank erkundigen, ob tatsächlich ein Problem vorliegt. In den vergangenen Tagen kam es im Bielefelder Stadtgebiet zu einer Häufung von Anrufen falscher Polizisten.