Bei einer groß angelegten Sicherheitsaktion in Frankfurt am Main haben Polizei, Zoll und andere Behörden am Sonntag sieben Personen festgenommen und größere Mengen Drogen sichergestellt. Die Kontrollen fanden im Rahmen des Programms „Sichere Innenstadt“ im Bahnhofsgebiet, in der Innenstadt sowie am Bahnhof Höchst statt.
Ab 16 Uhr kontrollierten die Beamten über 300 Personen, knapp 70 Fahrzeuge und 16 Gaststätten beziehungsweise Kioske. Dabei beschlagnahmten sie Rauschgift, mehrere Mobiltelefone und einen E-Roller. An der Aktion waren neben der Polizei Frankfurt auch Kräfte des Hessischen Polizeipräsidiums Einsatz, der Bundespolizei, des Zolls, der Stadtpolizei und Mitarbeiter der DB-Sicherheit beteiligt.
Besonders spektakulär war die Festnahme eines Mannes, der unter Drogeneinfluss mit dem Handy am Ohr auf einem E-Scooter in die Kontrollstelle fuhr. Zu seinem Pech wurde er zusätzlich mit internationalem Haftbefehl gesucht. Die anderen sechs Festgenommenen wurden wegen verschiedener Delikte ins Polizeigewahrsam gebracht.
Den größten Erfolg erzielten die Ermittler bei einem Fall, der durch einen Anwohner ausgelöst wurde. Dieser hatte Drogenhandel beobachtet und der Polizei gemeldet. Bei der anschließenden Kontrolle und Durchsuchung einer Wohnung samt Garage fanden die Beamten über 100 Ecstasy-Tabletten sowie Amphetamine, Methamphetamine, Haschisch, Marihuana und Kokain jeweils im mittleren zweistelligen bis unteren dreistelligen Grammbereich. Zusätzlich stellten sie kistenweise unverzollte Zigaretten und Alkoholika sicher. Der Hauptverdächtige sollte am Montag dem Haftrichter vorgeführt werden.
Bei den Gaststättenkontrollen entdeckte die Stadtpolizei in einem Lokal in der Innenstadt illegales Glücksspiel und stellte Bargeld im unteren fünfstelligen Bereich sicher. Die Gaststätte wurde daraufhin geschlossen und versiegelt. Das Ordnungsamt prüft nun, ob der Betreiber seine Konzession behalten darf.
Insgesamt fertigten die Beamten 37 Strafanzeigen, überwiegend wegen Verstößen im Bereich Betäubungsmittel und Arzneimittel sowie gegen das Aufenthaltsrecht. Bei den parallel durchgeführten Verkehrskontrollen leiteten sie weitere 37 Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Gurt- und Handyverstößen ein. Einem Fahrer untersagten sie die Weiterfahrt wegen erheblicher Fahrzeugmängel.