Bei Bretzfeld sind am 12. März zwei Hunde durch einen Giftköder ums Leben gekommen, der mit einem seit 2002 in der EU verbotenen Insektizid präpariert war. Mehrere Frauen waren gegen 18 Uhr mit ihren Hunden zwischen Bretzfeld-Waldbach und Obersulm-Eschenau spazieren gegangen, als die Tiere den tödlichen Köder fanden.
Im Bereich einer Streuobstwiese lag ein umgefallener, vermoderter Baum, zu dem mehrere der Hunde liefen. Dort hatte ein Unbekannter einen Giftköder versteckt, der aus Fleisch und Wurststücken bestand. Vermutlich fraßen zwei der Tiere von dem präparierten Köder.
Als eine der Hundebesitzerinnen mit ihrem Terrier kurz darauf zu Hause ankam, zeigte das Tier bereits Vergiftungsanzeichen. Der Hund verstarb wenig später auf dem Weg in eine Tierklinik. Auch ein Pudel zeigte ähnliche Reaktionen und starb trotz medizinischer Versorgung in der Nacht.
Sowohl die beiden toten Hunde als auch der nach dem Vorfall aufgefundene Köder wurden untersucht. Die Untersuchung ergab, dass der Köder mit E605 vergiftet war – einem seit 2002 in der EU verbotenen Insektizid. Dieses Gift führte zum Tod der beiden Hunde.
Die Polizeihundeführerstaffel Offenau hat die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Die Behörden suchen nach dem Unbekannten, der den Giftköder ausgelegt hat.