Die Hamburger Polizei hat im März 2026 im Rahmen der Verkehrssicherheitsaktion „Mobil. Aber sicher!“ umfangreiche Kontrollen durchgeführt und dabei über 30.000 Verkehrsverstöße festgestellt. Der Schwerpunkt lag auf den „ungeschützten Verkehrsteilnehmenden“.
Annähernd 2.550 Polizeibeamte kontrollierten insgesamt 4.748 Fahrzeuge und 4.017 Personen im gesamten Hamburger Stadtgebiet. Die Bilanz zeigt eine hohe Anzahl an Verkehrsverstößen in verschiedenen Kategorien.
Bei Kraftfahrzeugführern stellten die Beamten 39 Fälle von Fahren ohne Fahrerlaubnis fest, 11 Mal wurde unter Alkoholeinfluss gefahren und 15 Mal unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln. Zusätzlich wurden 123 sonstige Straftaten registriert. Die Ordnungswidrigkeiten waren noch umfangreicher: 14.308 Verstöße im ruhenden Verkehr, 14.056 Geschwindigkeitsverstöße, 497 Fälle verbotswidriger Handynutzung und 329 Rotlichtverstöße führten die Liste an. Weitere Verstöße betrafen technische Mängel (315), verbotswidriges Wenden oder Abbiegen (253), Missachtung der Anschnallpflicht (166), nicht ordnungsgemäß gesicherte Kinder (64), Fahren auf Gehwegen (38), Fahren unter berauschenden Mitteln als Ordnungswidrigkeit (38) und sonstige Verstöße (507).
E-Scooter-Nutzer fielen ebenfalls auf: Zwei fuhren unter Alkoholeinfluss, zwei unter Drogeneinfluss, einer ohne Fahrerlaubnis. 13 weitere Straftaten kamen hinzu. Bei den Ordnungswidrigkeiten dominierten 60 Fälle von zu zweit fahrenden Personen auf einem E-Scooter. Weitere Verstöße: 13 Rotlichtverstöße, 13 Mal Fahren auf Gehwegen, acht Verstöße im ruhenden Verkehr, acht Mal Benutzung der falschen Radwegseite, drei Mal Fahren unter berauschenden Mitteln und ein Fall verbotswidriger Handynutzung.
Fahrradfahrer begingen eine Straftat durch Fahren unter Alkoholeinfluss. Die Ordnungswidrigkeiten umfassten 211 Rotlichtverstöße, 34 Fälle verbotswidriger Handynutzung, 20 „Geisterradler“, acht Mal Fahren auf Gehwegen, fünf technische Mängel und 28 sonstige Verstöße.
Selbst Fußgänger wurden kontrolliert: 13 missachteten rote Ampeln, 21 weitere Ordnungswidrigkeiten wurden festgestellt. Die Polizei stellte insgesamt 323 Mängelmeldungen wegen nicht mitgeführter Papiere oder technischer Mängel aus und ordnete 69 Blutprobenentnahmen an.
Präventionsbeamte der Verkehrsdirektion führten im Rahmen der Aktion „Hamburg gibt 8!“ knapp 1.400 Bürgergespräche zum Schwerpunktthema.
Für April hat die Polizei den Fokus auf alle Arten von Zweirädern und deren Nutzer gelegt. Hintergrund ist die wachsende Nutzung von Fahrrädern, Pedelecs und Elektrokleinstfahrzeugen als Alternative zum Auto. Mit dem steigenden Anteil dieser Verkehrsmittel wachsen auch die Herausforderungen für die Verkehrssicherheit.
Die Polizei weist darauf hin, dass Zweiradfahrer ein erhöhtes Verletzungsrisiko bei Verkehrsunfällen haben – sowohl durch eigenes Fehlverhalten wie Ablenkung, Fahren unter berauschenden Mitteln oder überhöhte Geschwindigkeit, als auch durch Regelverstöße anderer Verkehrsteilnehmer, insbesondere von Autofahrern. Verstärkte Kontrollen, konsequente Ahndung und präventive Gespräche sollen die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erhöhen.