Ein 45-jähriger Ukrainer hat am 14. April 2026 gegen 23:39 Uhr während des Halts des ICE 1900 von Berlin nach Hamburg im Hamburger Hauptbahnhof eine hochpreisige Handtasche gestohlen. Nach umfangreichen Fahndungsmaßnahmen konnte die Bundespolizei den Mann wenige Stunden später festnehmen.
Die 27-jährige Geschädigte bemerkte das Fehlen ihrer kurzzeitig abgelegten Handtasche und erstattete um 23:53 Uhr Anzeige im Bundespolizeirevier am Hauptbahnhof. In der Tasche befanden sich insbesondere zwei Paar hochpreisige Kopfhörer. Der Gesamtwert des Stehlguts betrug etwa 1.185 Euro.
Entscheidend für die Aufklärung war die Ortungsfunktion der gestohlenen Kopfhörer. Parallel führten die Beamten Videosichtungen durch und erstellten Fahndungsbilder des Täters. Durch die Ortung des ersten Kopfhörer-Paars konnten zunächst zwei ukrainische Frauen im Alter von 25 und 34 Jahren in unmittelbarer Bahnhofsnähe festgenommen werden. Bei ihnen fanden die Ermittler ein Paar der gestohlenen Kopfhörer. Da sie nicht mit den Videobildern übereinstimmten, wurde gegen sie ein Verfahren wegen Hehlerei eingeleitet und sie anschließend wieder entlassen.
Der Durchbruch gelang um 00:49 Uhr: Durch die Ortung des zweiten Kopfhörer-Paars spürten die Beamten den 45-jährigen Haupttäter ebenfalls in Bahnhofsnähe auf. Bei ihm konnten weitere Teile des Stehlguts sichergestellt werden. Der Abgleich mit den Videobildern bestätigte, dass es sich um den gesuchten Handtaschendieb handelte.
Die Ermittlungen ergaben, dass der Beschuldigte bereits mehrfach wegen Eigentumskriminalität polizeilich aufgefallen und erst im Februar 2026 aus der Haft entlassen worden war. Er wurde der Untersuchungshaftanstalt zugeführt. Diverse Teile des Stehlguts konnten der Geschädigten zurückgegeben werden.
Die Bundespolizei warnt aus aktuellem Anlass: „Lassen Sie niemals Koffer, Gepäckstücke oder Handtaschen in Bahnhöfen oder Zügen unbeaufsichtigt! Beanzeigen Sie jeden Diebstahl – nur so können die Taten aufgeklärt und die Täter überführt werden!“