Nach dem Sprengstoff-Anschlag eines 20-Jährigen im ICE von Aachen nach Frankfurt am Main am Donnerstag (2. April 2026) sucht die Polizei weiterhin nach Zeugen. Der Mann hatte während der Fahrt zwei Sprengvorrichtungen gezündet.
Die Kriminalinspektion Polizeilicher Staatsschutz der Bonner Polizei führt die Ermittlungen in enger Abstimmung mit der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf fort. Wie die Behörden mitteilten, konnten noch nicht alle Fahrgäste des betroffenen Zuges befragt werden.
Mehrere Reisende waren bereits mit dem Schienenersatzverkehr weitergereist, bevor die Polizei ihre Personalien feststellen und sie über das Opferschutzangebot informieren konnte. Die Ermittler bitten daher alle Fahrgäste, die bislang noch keinen Kontakt zur Bonner Polizei hatten, sich unter der Telefonnummer 0228 15-0 oder per E-Mail an Poststelle.Bonn@polizei.nrw.de zu melden.
Besonders interessant für die Untersuchungen sind mögliche Foto- oder Videoaufzeichnungen, die während der Fahrt gemacht wurden. Die Polizei bittet Fahrgäste ausdrücklich darum, entsprechendes Material zur Verfügung zu stellen.
Zu dem Vorfall waren bereits drei vorherige Pressemitteilungen erschienen – eine erste Meldung der Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis am 3. April um 2:37 Uhr sowie zwei weitere gemeinsame Mitteilungen der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf und der Bonner Polizei am selben Tag um 12:56 Uhr und 16:24 Uhr.