Kesselwagen mit Gefahrgut entgleist – Bahnverkehr zwischen Rosenheim und Kufstein stark beeinträchtigt

Beim Bahnunfall am Silvester-Nachmittag bei Raubling entgleiste ein Waggon eines Gefahrguttransports. Es kam zu keinem Gefahrgutaustritt. (Foto: Bundespolizeiinspektion Rosenheim)

Auf der Zugstrecke zwischen Rosenheim und Kufstein entgleiste am Mittwochnachmittag ein Güterwagen eines Gefahrguttransports. Der Lokführer brachte den Zug bei Raubling zum Stehen. Nach Informationen der Feuerwehr trat kein Gefahrgut aus dem Waggon aus.

Der entgleiste Kesselwagen mit giftigem und leicht entzündlichem Stoff kippte zwar nicht um, ragte aber in das Gegengleis hinein. Dadurch wurden Gleis und Schwellen in dem Abschnitt beschädigt. Der Gesamtschaden wird schätzungsweise in Millionenhöhe angegeben.

Aufgrund der Lage musste die Strecke zunächst vollständig gesperrt werden. Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet. In der Nacht auf Donnerstag wurde der Wagen vom Rest des Güterzuges getrennt und mit Spezialgerät aus dem Gegengleis gehoben. Danach war wieder ein eingeschränkter, einseitiger Bahnbetrieb möglich. Ob sich Reparaturen über Tage oder Wochen ziehen, steht aktuell noch nicht fest.

Ursachen des Unfalls bleiben offen. Die Ermittlungen der Bundespolizei in Rosenheim dürften längere Zeit dauern. An der Einsatzstelle waren neben dem Notfallmanagement der Bahn die Feuerwehr Raubling, die Polizeiinspektion Brannenburg und die Bundespolizei Rosenheim beteiligt. Um Schäden am Gleiskörper zu finden, liefen Streckenabschnitte ab; eine Drohne unterstützte die Suche aus der Luft. Auch Anwohner meldeten Schäden an Fahrzeugen durch herumfliegende Steine aus dem Gleisbereich.