Kriminalpolizei Kiel hebt Betrugsbande aus – Kieler Frau um 200.000 Euro betrogen

(Symbolbild)

Die Kriminalpolizei Kiel hat am vergangenen Dienstag (12. Mai) zwei Wohnungen in Nordrhein-Westfalen durchsucht und dabei eine Betrugsbande zerschlagen, die einer Frau aus Kiel rund 200.000 Euro gestohlen hatte. Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler zahlreiche Beweismittel und Vermögenswerte sicher.

Die Täter hatten ihre Opfer mit vorgetäuschten Optimierungsleistungen für private Krankenversicherungen betrogen. Die Geschädigte wollte ihre Krankenversicherung optimieren und stieß bei der Internetrecherche auf eine Firma, die solche Leistungen anbot. Nach überzeugend klingenden Telefonaten und Angeboten für Versicherungsverträge und Geldanlagen zahlte die Frau über einen Zeitraum von gut einem halben Jahr mehrfach Geld an die Beschuldigten – teilweise als Bargeld an einen angeblichen Versicherungsvertreter. Die versprochenen Leistungen blieben aus.

Das Kommissariat 14 der Bezirkskriminalinspektion Kiel ermittelte nach umfangreichen Recherchen gegen fünf Beschuldigte: drei Deutsche im Alter von 25 und 34 Jahren, einen 23-jährigen Kosovaren und einen 30-jährigen Türken. Alle stehen unter Verdacht des besonders schweren Betrugs.

Der Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Kiel wurde am Dienstag in mehreren Objekten umgesetzt, darunter die Wohnung eines Beschuldigten. Neben Beweismitteln konnten auch Vermögenswerte gesichert werden.

Die Polizei warnt vor solchen Betrugsmaschen und rät: Informieren Sie sich umfangreich über Krankenversicherungs-Optimierung aus seriösen Quellen. Prüfen Sie Anbieter vor einem Investment. Kontaktieren Sie gegebenenfalls Ihre Versicherungsgesellschaft oder die Verbraucherzentrale. Lassen Sie sich Angebote schriftlich vorlegen und prüfen Sie diese sorgfältig. Seien Sie skeptisch, wenn ein Anbieter Bargeldübergaben verlangt.

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