Leipzig: Bundespolizei stoppt Train-Surfer auf S-Bahn – Bußgeld bis 50.000 Euro möglich

(Symbolbild)

Die Bundespolizei in Leipzig hat am vergangenen Sonntag zwei vermummte Jugendliche beim gefährlichen Train-Surfing erwischt. Die beiden fuhren in den späten Abendstunden auf dem Trittbrett einer S-Bahn vom Bahnhof Borsdorf in Richtung Leipzig-Engelsdorf mit.

Als die Polizisten die Jugendlichen am Bahnhof Borsdorf entdeckten, informierten sie sofort deren Eltern. Bei der Durchsuchung stellten die Beamten mehrere Gegenstände sicher, darunter ein Smartphone mit verschiedenen Videoaufnahmen und Fotos, die während der gefährlichen Aktion entstanden waren.

Bereits am Montagabend ereignete sich ein ähnlicher Vorfall: Zwei unbekannte Train-Surfer kletterten am Haltepunkt Plagwitz auf die Kupplung einer S-Bahn. Ein Bahnmitarbeiter erwischte sie dabei und hielt zunächst eine Person fest. Der Verdächtige riss sich jedoch los, und beide konnten flüchten.

Die Bundespolizei warnt eindringlich vor den erheblichen Gefahren des S-Bahn-Surfens. Neben der Sturzgefahr drohen schwere oder tödliche Verletzungen durch Hindernisse wie Tunnel oder Querbalken. Besonders gefährlich sind die Oberleitungen: Selbst ohne direkte Berührung können Stromüberschläge die Surfer treffen und zu schwersten, oft tödlichen Verletzungen führen.

Train-Surfing ist vor allem in sozialen Netzwerken ein gefeierter Trend, der jedoch immer wieder zu tragischen Unfällen führt. Die Bundespolizei leitet in der Regel Ermittlungsverfahren ein. Möglich ist auch die Verfolgung als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro.

Gegen die beiden vermummten Jugendlichen hat die Bundespolizei ein Strafverfahren eingeleitet. Hinweise von Zeugen nimmt die Bundespolizeiinspektion Leipzig unter der Telefonnummer 0341 99799 0 oder per E-Mail unter bpoli.leipzig@polizei.bund.de entgegen.

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