Dachstuhlbrand in Dresden-Söbrigen: Fünf Familienmitglieder mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus

© Feuerwehr Dresden Etwa 80 Einsatzkräfte von Freiwilliger- und Berufsfeuerwehr sind seit Stunden im Einsatz.

Bei einem Dachstuhlbrand in Dresden-Söbrigen am Dienstagabend wurden fünf Familienmitglieder mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in Krankenhäuser gebracht. Das Feuer war gegen 22:12 Uhr in einem Wohnhaus an der Söbrigener Straße ausgebrochen.

Die Bewohner – eine Familie im Alter von 10, 15, 37, 41 und 64 Jahren – konnten das brennende Gebäude rechtzeitig selbstständig verlassen, bevor die Feuerwehr eintraf. Der Rettungsdienst versorgte alle fünf Personen notärztlich und brachte sie zur weiteren medizinischen Abklärung in Dresdner Krankenhäuser. Auch eine Katze wurde aus dem verrauchten Gebäude gerettet und mit Sauerstoff versorgt, nachdem das Tier Anzeichen einer Rauchgasexposition zeigte.

Über den Notruf 112 war zunächst ein Hausbrand gemeldet worden, wobei sich zu diesem Zeitpunkt noch Personen im Gebäude befinden sollten. Die nur wenige Minuten entfernte Stadtteilfeuerwehr Pillnitz traf als erste an der Einsatzstelle ein.

Die Feuerwehr leitete einen umfassenden Löschangriff von mehreren Seiten ein. Mehrere Trupps unter Atemschutz kamen sowohl im Innen- als auch im Außenangriff zum Einsatz. Die Dachhaut ist inzwischen großflächig durchgebrannt, wodurch Hitze und Brandrauch nach außen entweichen können. Über zwei Drehleitern öffnen die Feuerwehrleute die Dachdeckung, um weitere Glutnester aufzuspüren und gezielt ablöschen zu können.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung warnte die Feuerwehr die Bevölkerung über Warn-Apps und soziale Netzwerke. Für einen Umkreis von 500 Metern um die Einsatzstelle erfolgte eine Gefahreninformation mit dem Hinweis, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten.

Der Brand ist mittlerweile unter Kontrolle, die Rauchentwicklung hat deutlich nachgelassen. Dennoch erreichen die Feuerwehr zahlreiche Hinweise aus den sozialen Netzwerken, wonach Brandgeruch auch in anderen Stadtteilen Dresdens sowie auf der gegenüberliegenden Elbseite wahrnehmbar ist. Die Feuerwehr empfiehlt daher weiterhin, bei wahrnehmbarer Rauch- oder Geruchsbelästigung Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Rund 80 Polizistinnen und Polizisten der Feuer- und Rettungswachen Albertstadt, Übigau, Striesen und Altstadt sind im Einsatz, dazu mehrere Einheiten des Rettungsdienstes, der B-Dienst, der U-Dienst sowie die Stadtteilfeuerwehren Pillnitz, Pappritz und Bühlau. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Söbrigener Straße ist für die Dauer der Einsatzmaßnahmen voll gesperrt. Der Einsatz wird sich noch über mehrere Stunden hinziehen.

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