Mann bedroht Mitreisenden mit Messer in Fernreisebus auf A9 – Untersuchungshaft

(Symbolbild)

In einem Fernreisebus auf der A9 bei Himmelkron hat am Dienstagabend ein 38-jähriger Pakistani einen polnischen Mitreisenden attackiert und mit einem Messer bedroht. Der stark alkoholisierte Mann kam in Untersuchungshaft, die Kriminalpolizei ermittelt wegen versuchten Totschlags.

Der Vorfall ereignete sich während der Fahrt des Fernreisebusses von Polen nach Italien. Der 38-Jährige mit Wohnsitz im Landkreis München soll seinen 46-jährigen polnischen Hintermann provoziert haben, indem er wiederholt die Rückenlehne seines Sitzes zurückstellte. Als der im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz wohnende Pole ihn darauf ansprach, schlug der Pakistani ihm unvermittelt mit der Faust ins Gesicht. Der 46-Jährige erlitt leichte Verletzungen im Nasenbereich.

Zunächst gelang es dem Ersatzbusfahrer, beide Männer zu trennen. Doch kurz darauf holte der 38-Jährige seinen Rucksack aus dem Gepäckfach und zog ein Einhandmesser heraus, das er auf den polnischen Geschädigten richtete. Ein 25-jähriger italienischer Mitreisender erkannte die Gefahr und griff geistesgegenwärtig ein. Er entriss dem Pakistani das Messer, wobei er selbst leichte Schnittverletzungen an der Hand erlitt.

Der mit 49 Personen besetzte Fernreisebus hielt schließlich an der Anschlussstelle Bayreuth-Süd. Die Polizei nahm den stark alkoholisierten Tatverdächtigen widerstandslos fest und veranlasste eine Blutentnahme. Das Messer stellten die Ermittler als Tatmittel sicher.

Die Kriminalpolizei Bayreuth ermittelt nun wegen eines versuchten Tötungsdeliktes gegen den 38-Jährigen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bayreuth ordnete ein Ermittlungsrichter Untersuchungshaft gegen den pakistanischen Staatsangehörigen an. Er befindet sich inzwischen in einer Justizvollzugsanstalt.

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