Drei junge Männer nach bewaffneten Raubüberfällen auf Tankstellen festgenommen

(Symbolbild)

Nach zwei bewaffneten Raubüberfällen auf Tankstellen in Günzburg und Ichenhausen hat die Polizei drei junge Tatverdächtige festgenommen. Die 17 und 18 Jahre alten Männer sitzen nun in Untersuchungshaft.

Der erste Überfall ereignete sich am Montagabend, 1. Juni 2026, gegen 21:45 Uhr in einer Tankstelle in der Schlachthausstraße in Günzburg. Ein maskierter, etwa 170 Zentimeter großer Täter bedrohte den Tankwart mit einer schwarzen Pistole und entnahm Bargeld im mittleren dreistelligen Bereich aus der Kasse. Anschließend flüchtete er in Richtung Ulmer/Heidenheimer Straße. Der Mann war komplett schwarz gekleidet.

Am Dienstagabend, 2. Juni 2026, gegen 21:50 Uhr folgte ein weiterer Raubüberfall auf eine Tankstelle in der Krumbacher Straße in Ichenhausen. Zwei maskierte Täter bedrohten einen Angestellten und einen Kunden mit einer schwarzen Pistole und forderten Bargeld. Sie stahlen Geld im niedrigen vierstelligen Bereich sowie mehrere Packungen Zigaretten und flüchteten zu Fuß in Richtung Günztalstraße. Bei dem Überfall wurde niemand verletzt. Beide Täter werden als jung und schlank beschrieben, trugen schwarze Sturmhauben, schwarze Handschuhe und waren komplett schwarz gekleidet.

Die Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm konnte am Mittwoch, 3. Juni 2026, durch intensive Ermittlungen drei Tatverdächtige identifizieren. Bei Durchsuchungen im Bereich Ichenhausen mit Unterstützung von Spezialkräften stellten die Ermittler die mutmaßliche Tatwaffe – eine Softairwaffe – sowie mögliche Tatkleidung sicher. Anschließend nahmen Spezialkräfte die drei Verdächtigen vorläufig fest: einen 17-jährigen Deutsch-Türken, einen 18-jährigen Deutschen und einen 18-jährigen Syrer.

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand besteht ein Zusammenhang zwischen beiden Taten – sie wurden vermutlich von denselben Tätern begangen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Memmingen wurden alle drei Tatverdächtigen am Donnerstag, 4. Juni 2026, dem Bereitschaftsrichter beim Landgericht Memmingen vorgeführt. Dieser erließ die beantragten Haftbefehle und setzte sie in Vollzug. Die drei jungen Männer wurden anschließend in verschiedene Justizvollzugsanstalten gebracht.

Die Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm ermittelt unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Memmingen weiter zu den Hintergründen der Taten sowie zur genauen Schadenshöhe.

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