Mann im Gleis sorgt für stundenlange Streckensperrung bei Waiblingen – 300 Fahrgäste evakuiert

(Symbolbild)

Ein 43-jähriger Rumäne im Gleisbereich hat am Samstagabend für stundenlange Sperrungen auf der Bahnstrecke zwischen Backnang und Waiblingen gesorgt. 300 Reisende mussten aus einem liegengebliebenen Regionalexpress evakuiert werden.

Der Triebwagenführer erhielt gegen 19:45 Uhr von der Notfallleitstelle der Deutschen Bahn in Karlsruhe die Anweisung, wegen einer gemeldeten Person im Gleisbereich nur noch langsam zu fahren. Etwa 200 Meter hinter dem Bahnhof Waiblingen entdeckte er den Mann im Gleisbett und konnte den Zug rechtzeitig anhalten.

Der 43-Jährige wurde zunächst vom Triebwagenführer gestellt und anschließend an Polizisten aus Waiblingen übergeben. Im Zug befanden sich rund 300 Reisende, darunter zahlreiche VfB Stuttgart-Fans sowie Besucher des Cannstatter Frühlingsfestes. Nach Angaben des Triebwagenführers wurde die Stimmung im Zug wegen der langen Wartezeit zunehmend angespannt.

Eine Weiterfahrt war nicht mehr möglich, da zusätzlich eine technische Störung an der Achse festgestellt wurde. Während des Aufenthalts wurden viermal die Notentriegelungen betätigt. Da der Zug nicht mehr bis zum Bahnhof zurückfahren konnte, musste die Bundespolizei alle Reisenden über die Gleise evakuieren. Der Triebwagenführer wurde wegen gesundheitlicher Probleme vom Rettungsdienst versorgt.

Die Fahrgäste konnten ihre Reise anschließend mit anderen Zügen und teilweise mit Taxis fortsetzen. Die Strecke war zwischen etwa 19:40 Uhr und Mitternacht mehrfach gesperrt, sodass die S-Bahnlinien S2 und S3 zeitweise komplett unterbrochen waren.

Die Bundespolizei ermittelt gegen den 43-jährigen Rumänen wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

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