Menschenschmuggel über Telegram: 30-jähriger Syrer in Rottenburg festgenommen

(Symbolbild)

Ein 30-jähriger syrischer Staatsangehöriger ist am Dienstag, den 21. April 2026, in Rottenburg am Neckar wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern festgenommen worden. Ermittler der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Stuttgart durchsuchten die Wohnung des Mannes und vollstreckten einen Untersuchungshaftbefehl.

Dem Beschuldigten werden nach aktuellen Erkenntnissen 15 Taten vorgeworfen, bei denen mindestens 66 Personen über die polnische Grenze in die Bundesrepublik Deutschland eingeschleust worden sein sollen. Der Syrer soll für die Organisation der Schleusungen den Messenger-Dienst Telegram genutzt haben. In Chatgruppen sollen Videos einzelner Schleusungen zu Werbezwecken verbreitet worden sein.

Bei der Durchsuchung stellten die Beamten das Mobiltelefon des Tatverdächtigen sowie weitere Beweismittel sicher. Die Ermittlungsmaßnahmen wurden im Auftrag der Staatsanwaltschaft Tübingen durchgeführt.

Nach seiner Vorführung beim Ermittlungsrichter am Amtsgericht Tübingen wurde der Untersuchungshaftbefehl in Vollzug gesetzt. Der Mann wurde anschließend in die Justizvollzugsanstalt Rottenburg am Neckar eingeliefert. Die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Stuttgart setzt die Auswertung der sichergestellten Beweismittel und die Ermittlungen fort.

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