Steinwürfe auf Fahrzeuge, Polizist verletzt und schwerer Verkehrsunfall – Polizeiwoche in Baden-Württemberg

(Symbolbild)

In der vergangenen Woche beschäftigten mehrere Gewaltdelikte und Verkehrsvorfälle die Polizei in Baden-Württemberg. Im Mittelpunkt standen Steinwürfe auf der Bundesstraße 28, ein Angriff auf einen Polizisten in Reutlingen und ein schwerer Verkehrsunfall in Albstadt.

Am Freitagnachmittag gegen 16.40 Uhr warfen mehrere Jugendliche von der Brücke Haldenäckerweg Steine auf Fahrzeuge der Bundesstraße 28 Richtung Tübingen. Ein Toyota einer 69-Jährigen wurde am Dach getroffen, der Sachschaden beträgt etwa 5.000 Euro. Die Fahrerin blieb unverletzt. Eine sofortige Fahndung nach den Jugendlichen, die sich nach dem Vorfall Richtung Betzingen entfernten, verlief erfolglos. Die Polizei Reutlingen ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Bei einem versuchten Fahrraddiebstahl in der Reichenecker Straße wurde ein 25-jähriger Polizeibeamter mit Tierabwehrspray attackiert und verletzt. Gegen 23 Uhr beobachtete eine Zeugin drei Täter, die mit einer Flex an einem Fahrrad hantierten. Beim Eintreffen der Polizei flüchteten alle drei zu Fuß. Ein 15-Jähriger konnte gestellt werden, sprühte jedoch unvermittelt Tierabwehrspray ins Gesicht des Beamten. Unter starker Gegenwehr wurde der alkoholisierte Jugendliche überwältigt. Der verletzte Polizist musste ambulant im Krankenhaus behandelt werden und konnte seinen Dienst nicht fortsetzen. Eine Fahndung nach den beiden Mittätern mit mehreren Streifen und einem Polizeihubschrauber blieb erfolglos.

In der Nacht zum Samstag rückten zahlreiche Polizeikräfte zum Reutlinger Marktplatz aus, nachdem Zeugen gegen 1.50 Uhr einen möglichen Angriff mit einer Schusswaffe gemeldet hatten. Ein 16-Jähriger hatte einen 25-Jährigen mehrmals mit der Faust ins Gesicht geschlagen, während sein 14-jähriger Begleiter den Angegriffenen mit einer Pistole bedrohte. Der Angegriffene wehrte sich erfolgreich, woraufhin die Täter flüchteten. Die Jugendlichen konnten in der Nähe des Tatorts angetroffen und ihren Eltern übergeben werden. Bei der Waffe handelte es sich um eine Schreckschusswaffe, die beim 16-Jährigen gefunden wurde.

Ein randalierender 44-Jähriger löste am Freitagmittag einen größeren Polizeieinsatz in Kirchheim unter Teck aus. Gegen 12.40 Uhr wurde gemeldet, dass in einem Einfamilienhaus im Ortsteil Ötlingen ein Schuss gefallen sei. Der Mann, ein Jäger und Sportschütze, hatte im Streit mit seiner 46-jährigen Ex-Partnerin gezielt mit einer Pistole auf Einrichtungsgegenstände geschossen und anschließend selbst den Notruf gewählt. Die Frau wurde durch die Lautstärke des Schusses leicht verletzt, benötigte aber keine ärztliche Versorgung. Der 44-Jährige stellte sich freiwillig und wurde widerstandslos festgenommen. Die Waffenbehörde beschlagnahmte mehrere erlaubnispflichtige Waffen aus dem Haushalt.

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Albstadt-Ebingen wurde eine 84-jährige Autofahrerin schwer verletzt. Die Mercedes A-Klasse-Fahrerin stieß am Freitagnachmittag gegen 15.20 Uhr zunächst in der Ulrichstraße gegen ein Verkehrszeichen, fuhr dann entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung über die Karl-Peter-Straße und überquerte die Raidenstraße. In der Mehlbaumstraße kollidierte sie mit einem parkenden Hyundai, der gegen einen VW Polo und schließlich gegen einen Ford Transit geschoben wurde. Die A-Klasse wurde durch die Kollision ausgehebelt und kam auf der Seite zum Liegen. Die 84-Jährige musste aus dem Fahrzeug befreit und mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf 29.500 Euro.

In Filderstadt ermittelt die Polizei gegen den Fahrer eines grauen BMW M2 wegen gefährlichen Überholens. Am späten Freitagnachmittag gegen 17.45 Uhr überholte der BMW auf der Landesstraße 1209 zwischen Waldenbuch und Plattenhardt in einer Linkskurve einen Mercedes-Benz EQV. Während des Überholvorgangs überquerte ein Fußgänger die Straße und ein weiteres Fahrzeug näherte sich entgegen. Der 61-jährige Mercedes-Fahrer musste eine Gefahrenbremsung einleiten, um einen Unfall zu verhindern. Die Polizei sucht Zeugen, insbesondere den Fußgänger und den Fahrer des entgegenkommenden grauen Mercedes-Benz.

In Mössingen brannte in der Nacht auf Samstag gegen 3.15 Uhr ein Mercedes-Benz C-Klasse im Belsener Weg. Passanten wurden auf das Feuer aufmerksam und wählten den Notruf. Die Feuerwehr rückte mit drei Fahrzeugen und 13 Einsatzkräften aus und konnte den Brand rasch löschen. Es entstand ein Sachschaden von mehreren hundert Euro, verletzt wurde niemand. Das Polizeirevier Tübingen hat die Ermittlungen übernommen.

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