Niedernhausen/Taunusstein-Hahn – Zwei Vorfälle beschäftigen die Polizei im Rheingau-Taunus-Kreis: In Niedernhausen entging ein Mann am Samstag nur knapp einem Betrug in fünfstelliger Höhe, während in Taunusstein-Hahn ein Streit um einen Sitzplatz in einer handfesten Schlägerei endete.
Am Samstag, 25. April 2026, erhielt der Niedernhausener gegen 14:30 Uhr den Anruf eines angeblichen Microsoft-Mitarbeiters. Durch eine glaubhafte und geschickte Gesprächsführung erschlich sich der Unbekannte im weiteren Verlauf diverse persönliche Daten des Angerufenen – darunter auch seine Bankdaten. Die Betrüger gaben daraufhin bereits Abbuchungen in Höhe von über 10.000 Euro in Auftrag. Da der Mann den Betrug jedoch im Nachgang erkannte und rechtzeitig seine Konten sperren ließ, konnten die Abbuchungen noch gestoppt werden.
Die Polizei warnt eindringlich vor solchen Anrufen: Kein Mitarbeitender einer seriösen Softwarefirma werde jemanden unaufgefordert kontaktieren und die Behebung von Problemen anbieten, die der Angerufene vorher noch gar nicht hatte. Man solle sich von Unbekannten nicht täuschen lassen, keinesfalls auf fragliche Angebote zur Installation einer Software oder Fernwartung eingehen und das Gespräch rechtzeitig beenden. Kontodaten, Kreditkartendaten oder Passwörter dürften ebenso wenig preisgegeben werden wie Geldüberweisungen getätigt werden sollten.
Am Dienstag, 28. April 2026, gegen 12:00 Uhr wurde die Polizei zum Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in der Aarstraße in Taunusstein-Hahn gerufen, weil sich dort zwei Männer schlagen würden. Vor Ort trafen die Beamten beide Kontrahenten – einen 22-Jährigen und einen 61-Jährigen – an und kontrollierten sie. Auslöser der Auseinandersetzung soll ein Streit um einen Sitzplatz am ZOB gewesen sein. Nach den polizeilichen Maßnahmen durften beide Männer wieder gehen – allerdings jeweils mit einer Anzeige im Gepäck.