Bei einem schweren Verkehrsunfall in Hürth-Knapsack sind am Montagabend zwei junge Männer verletzt worden. Der 21-jährige Motorradfahrer flüchtete nach dem Sturz vom Unfallort, sein 20-jähriger Beifahrer kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.
Der Unfall passierte gegen 22.40 Uhr auf der Industriestraße. Nach allem, was die Ermittler bisher wissen, fuhr der 21-Jährige mit seinem Beifahrer vom Bertrams-Jagdweg in Richtung Hürth. Laut Zeugenaussage war er mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. In Höhe der Einmündung zur Römerstraße kam er von der Fahrbahn nach rechts ab und verlor die Kontrolle über sein Motorrad. Beide Männer stürzten und zogen sich schwere Verletzungen zu.
Nach ersten Erkenntnissen trugen beide keinen Helm. Als ein Zeuge den Notruf alarmieren wollte, richtete der 21-Jährige das Motorrad auf und schob es in Richtung Elisabethstraße. Rettungskräfte kümmerten sich um den 20-Jährigen und brachten ihn in ein Krankenhaus.
Die gerufenen Polizistinnen und Polizisten dokumentierten die Spuren am Unfallort, befragten den Zeugen und den Beifahrer und fertigten eine Verkehrsunfallanzeige. Bei den laufenden Ermittlungen stellten die Beamten fest, dass sich der 21-Jährige selbstständig in ein Krankenhaus begeben hatte, nachdem er vom Unfallort geflüchtet war. Zudem fanden sie heraus, dass das Motorrad nicht zugelassen war. Während die Polizei den Unfallort untersuchte, war die Unfallstelle gesperrt. Die weiteren Ermittlungen hat das Verkehrskommissariat übernommen.
Die Polizei Rhein-Erft-Kreis empfiehlt allen Motorrad-, Rad- und Pedelecfahrenden sowie den Nutzerinnen und Nutzern von E-Scootern vor Fahrtbeginn einen passenden Helm aufzusetzen. Ein Helm verhindert keine Verkehrsunfälle, ist aber ein wirksamer Schutz gegen schwerwiegende Unfallfolgen und kann effektiv vor Kopf- und Gesichtsverletzungen schützen oder Verletzungsbilder zumindest abmildern.