Ein 29-jähriger Mann aus Mühlhausen hat am Sonntagmorgen binnen weniger als zwei Minuten zweimal Widerstand gegen die Polizei geleistet und ist dadurch zweimal in Polizeigewahrsam gekommen. Der Mann hatte zunächst um 3:54 Uhr den Notruf angerufen, weil er sich mit dem Sicherheitsdienst bei einer Veranstaltung in der Windeberger Landstraße gestritten hatte.
Bereits am Telefon verhielt sich der 29-Jährige verbal aggressiv und fordernd. Als die Polizisten der Polizeiinspektion Mühlhausen vor Ort eintrafen, ließ sich der Mann nicht beruhigen. Die Beamten erteilten ihm einen Platzverweis, damit sie in Ruhe eine Anzeige aufnehmen konnten.
Daraufhin beschimpfte der Mann sowohl die Polizisten als auch anwesende Personen. Zudem beschädigte er die Seitenspiegel von zwei geparkten Autos. Da er stark alkoholisiert war – ein Test ergab 1,34 Promille – und emotional erregt blieb, wehrte er sich gegen den Platzverweis. Die Beamten setzten körperliche Gewalt ein, um seinen Widerstand zu stoppen.
Beim Transport zur Polizeistation und während seines Aufenthalts in der Gewahrsamzelle beschimpfte der 29-Jährige die Polizisten mehrfach aggressiv mit ehrverletzenden und diffamierenden Äußerungen. Über die Gegensprechanlage teilte er fortlaufend mit, dass er mit dem Gewahrsam nicht einverstanden sei.
Nach seiner Entlassung aus dem Gewahrsam hatte sich seine aggressive Stimmung nicht gelegt. Direkt nach dem Verlassen der Polizeiinspektion bedrohte er einen Beamten mit dem Tod. Aufgrund dieses fremdaggressiven Verhaltens beschlossen die Polizisten, ihn erneut in Gewahrsam zu nehmen – weniger als zwei Minuten nach Ende des ersten Gewahrsams.
Als mehrere Beamte ihm nachliefen, wehrte sich der Mann erneut gegen die Polizisten. Die anschließende Unterbringung in der Gewahrsamzelle wurde durch einen hinzugerufenen Richter bestätigt.
Der 29-Jährige muss sich nun wegen mehrerer Straftaten verantworten: Bedrohung, Beleidigung, Sachbeschädigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.