München: E-Scooter-Fahrer verletzt Fußgänger – Toter in Isar gefunden

(Symbolbild)

Die Münchener Polizei musste in der vergangenen Woche mehrere schwere Vorfälle bearbeiten, darunter einen E-Scooter-Unfall mit vier Verletzten und den Fund einer Leiche in der Isar.

Am Donnerstagabend kurz nach 21 Uhr fuhr ein 30-jähriger Marokkaner aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck mit einem E-Scooter auf dem Gehweg der Bayerstraße/Zweigstraße Richtung Sonnenstraße. Hinter ihm stand ein 19-jähriger Tunesier aus dem Landkreis Traunstein, der sich an seiner Schulter festhielt. Einer Polizeistreife fiel die gefährliche Fahrweise auf – es wäre fast zu einem Zusammenstoß mit Fußgängern gekommen. Als der E-Scooter in die Sonnenstraße abbog, kollidierten die beiden Fahrer mit zwei Fußgängern: einem 37-jährigen Kolumbianer und einer 29-jährigen Kolumbianerin, beide wohnhaft in München. Alle vier Personen wurden leicht verletzt. Der E-Scooter war vor dem Unfall mehrfach ins Schleudern geraten und wäre fast gestürzt. Bei der Unfallaufnahme stellten die Beamten fest, dass beide E-Scooter-Fahrer alkoholisiert waren und drogentypische Ausfallerscheinungen zeigten. Es wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Die Polizei ermittelt nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Trunkenheit im Verkehr.

Am Samstagmorgen gegen 9:45 Uhr wurde in der Isar bei der Ludwigsbrücke eine tote Person entdeckt. Einsatzkräfte fanden einen 19-jährigen Münchener unter Wasser liegend mittig im Fluss. Die Münchener Berufsfeuerwehr barg die Leiche. Anzeichen für Fremdeinwirkung gab es nicht. Der Tote wurde ins Institut für Rechtsmedizin gebracht. Während der Bergung war die gesamte Ludwigsbrücke gesperrt. Das Kommissariat 12 hat die Ermittlungen übernommen.

Bei einem schweren Verkehrsunfall in Bogenhausen wurde am Samstag gegen 13:10 Uhr ein 59-jähriger Motorradfahrer schwer verletzt. Der Münchener fuhr auf der Mauerkircher Straße stadteinwärts und wollte die Kreuzung zur Gellertstraße geradeaus überqueren. Gleichzeitig fuhr ein 85-jähriger BMW-Fahrer in der Gegenrichtung und bog links ab. Dabei kam es zum Zusammenstoß. Der Motorradfahrer wurde schwer verletzt und stationär ins Krankenhaus gebracht. Der Gesamtschaden beläuft sich auf mehrere zehntausend Euro. Die Verkehrspolizei München ermittelt.

Ein 60-jähriger Radfahrer stürzte am Freitag gegen 12:55 Uhr schwer, als er auf dem Radweg in falscher Richtung stadtauswärts fuhr und die Kreuzung zur Dom-Pedro-Straße überqueren wollte. Ein 68-jähriger Autofahrer bog vorsichtig nach rechts ab, woraufhin der Radfahrer so stark bremste, dass er stürzte. Zu einer Berührung zwischen Auto und Fahrrad kam es nicht. Der 60-Jährige wurde schwer verletzt und mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Bei einer Demonstration gegen die Wehrpflicht am Freitag zwischen 11:40 und 14:25 Uhr nahmen in der Spitze über 800 Personen teil. Der Zug startete am Rotkreuzplatz und endete am Rosa-Luxemburg-Platz. Etwa 50 Polizisten waren im Einsatz. Während der Demonstration wurden mehrere Plakate mit politisch motivierenden beleidigenden Aufschriften festgestellt sowie eine Handfackel und ein Bengalo angezündet. Als die Polizei dies fotografisch dokumentieren wollte, musste mehrfach unmittelbarer Zwang durch Schieben und Drücken angewendet werden. Bei der Schlusskundgebung sollte eine 20-jährige Schülerin aus München kontrolliert werden, die eines der Plakate gehalten hatte. Das führte zu Solidarisierungsaktionen anderer Teilnehmer. Insgesamt musste 50-mal unmittelbarer Zwang angewendet und fünfmal der Einsatzmehrzweckstock eingesetzt werden. Ein Mann gab später an, durch einen Schlagstock am rechten Unterarm verletzt worden zu sein, verweigerte aber die Herausgabe seiner Personalien und weitere ärztliche Behandlung.

Zwei Brände beschäftigten die Einsatzkräfte am Wochenende. In Lochham bemerkte ein Handwerker am Samstag kurz vor 17 Uhr Rauch- und Flammenbildung an der Außenfassade eines Bürogebäudes. Das Feuer griff ins Gebäude über, konnte aber schnell gelöscht werden. Der Schaden beträgt mehrere zehntausend Euro. In Unterschleißheim brannte am Samstagabend gegen 20 Uhr eine Lagerhalle vollständig aus. Anwohner hatten die Rauchsäule bemerkt und den Notruf alarmiert. Die Löscharbeiten zogen sich bis in die Nacht. Auch hier entstand ein Schaden von mehreren zehntausend Euro. Bei beiden Bränden wurde niemand verletzt. Das Kommissariat 13 ermittelt zu den Brandursachen.

In Freiham brachen Unbekannte zwischen Donnerstag 17 Uhr und Freitag 5:20 Uhr in zwei Gewerbebetriebe ein. Sie brachen eine Terrassentür im Erdgeschoss auf und gelangten über das Treppenhaus zu den beiden Firmen, deren Zugangstüren sie ebenfalls aufbrachen. Die Täter entwendeten hochwertige Laborgeräte und transportierten sie vermutlich mit einem Fahrzeug ab. Der Schaden liegt im mittleren fünfstelligen Bereich. Die Polizei sucht Zeugen im Bereich Centa-Hafenbrädl-Straße, Hans-Steinkohl-Straße und Anton-Böck-Straße.

In Harlaching brachen Unbekannte am Samstag zwischen 17:30 und 21:50 Uhr in eine Erdgeschosswohnung ein. Sie brachen ein Fenster auf, durchsuchten die Räume nach Wertsachen und flüchteten mit Beute im Gesamtwert von mehreren tausend Euro. Das Kommissariat 53 sucht Zeugen im Bereich Wunderhornstraße, Reinekestraße und Vierheiligstraße.

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