Bei Verkehrskontrollen auf der Bundesstraße 54 in Aarbergen-Michelbach hat die Polizei am vergangenen Wochenende 28 Geschwindigkeitsübertretungen festgestellt und einen Motorradfahrer erwischt, der vor der Kontrolle flüchtete.
Am Freitag zwischen 13:00 Uhr und 18:00 Uhr führte der Regionale Verkehrsdienst im Rheingau-Taunus-Kreis gemeinsam mit Kollegen des Hessischen Präsidiums Einsatz Geschwindigkeitskontrollen in Höhe der „Applauskurve“ durch. 28 Fahrzeugführer waren zu schnell unterwegs, überwiegend mit Pkw. Der schnellste Fahrer war mit einem Motorrad (Chopper) unterwegs und wurde mit 105 km/h gemessen – das kostete ihn ein einmonatiges Fahrverbot.
Am Sonntag kontrollierten die Beamten an derselben Stelle die Verkehrstauglichkeit von Fahrern und ihren Zweirädern. Bei 26 kontrollierten Motorrädern stellten die Polizisten kaum Beanstandungen fest. Mögliche technische Veränderungen an den Motorrädern konnten nicht festgestellt werden.
Während der Sonntagskontrolle ereignete sich ein besonderer Vorfall: Ein Motorradfahrer der „Supermoto Klasse“ fuhr aus Richtung Aarbergen-Kettenbach in Richtung der Kontrollstelle. Als er die uniformierten Kräfte erblickte, bremste er scharf ab, wendete und fuhr davon. An seinem Motorrad war kein Kennzeichen angebracht. Der Fahrer trug eine auffällig gelb-grüne Jacke, sein Motorrad war weiß mit roten Applikationen.
Die Polizeistation Bad Schwalbach bittet unter der Telefonnummer (06124) 7078-0 um Hinweise zu dem geflüchteten Fahrer. An der Örtlichkeit und im erweiterten Bereich werden in der Saison 2026 weiterhin temporäre Geschwindigkeitskontrollen stattfinden. Diese werden durch Überprüfungen der technischen Ausstattung der Zweiräder sowie des Lärm- und Geräuschverhaltens ergänzt. Zusätzlich setzt die Polizei auf den Dialog mit Motorradbegeisterten, um die Maßnahmen und Problematiken an den beliebten Strecken zu erläutern.