Polizeireiterstaffel schützt bereits zum 15. Mal das Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue

Reiterstaffel 1

Bereits zum fünfzehnten Mal sind in diesem Sommer Polizeireiterinnen und Polizeireiter aus Niedersachsen im Biosphärenreservat „Niedersächsische Elbtalaue“ in den Landkreisen Lüchow-Dannenberg und Lüneburg unterwegs. Die Beamten unterstützen die Biosphärenreservatsverwaltung dabei, die vielfältige Tierwelt vor Störungen zu bewahren und die Ruhe in der Landschaft zu erhalten.

Von Mitte April bis in den späten August fungieren die Polizeireiter als kompetente Ansprechpartner für Einheimische und Besucher der Elbregion. Gerade in der sensiblen Phase der Brut- und Setzzeit sorgen sie in den Schwerpunkträumen der Elbtalaue dafür, dass die Tierwelt nicht unnötig gestört wird.

In Abstimmung mit den Niedersächsischen Ministerien für Umwelt, Energie und Klimaschutz sowie für Inneres und Sport und den örtlichen Kommunen sind durchgehend vier Polizeireiter im Biosphärenreservat im Einsatz. Sie informieren über Schutzregeln und ahnden bei Bedarf eklatante Verstöße. Dabei überwachen sie insbesondere naturschutzrechtliche Bestimmungen wie das Befahren von nicht-öffentlichen Wegen in Schutzgebieten, illegales Campen, lautstarke Veranstaltungen und offenes Feuer.

Die Reiter aus den Reiterstaffeln der Polizeidirektionen Braunschweig und Hannover arbeiten eng mit den Rangern des Biosphärenreservats zusammen. Untergebracht sind sie mit ihren Tieren in Bleckede im Landkreis Lüneburg und Vietze im Landkreis Lüchow-Dannenberg. Im Landkreis Lüchow-Dannenberg kommen zu Beginn der Präsenz die Dienstpferde „Pepe“ und „Gonzo“ zum Einsatz. Im Landkreis Lüneburg sind Polizeikommissarin von Behren und Polizeikommissarin Reinking mit den Dienstpferden „Signum“ und „Sam“ in den ersten Wochen präsent.

Die Polizeireiter führen Informationsmaterialien mit sich und haben für Fragen stets ein offenes Ohr. Gemeinsam mit der Biosphärenreservatsverwaltung möchten sie kritische Punkte entschärfen und Alternativen für einen naturgerechten Aufenthalt in der Landschaft finden. In den vergangenen Jahren hat sich der Einsatz bewährt – die Anzahl der geahndeten Verstöße liegt auf einem niedrigen Niveau.

Das Biosphärenreservat „Niedersächsische Elbtalaue“ wurde 2002 einstimmig vom Niedersächsischen Landtag eingerichtet und ist der niedersächsische Beitrag zum UNESCO-anerkannten länderübergreifenden Biosphärenreservat „Flusslandschaft Elbe“. Es erstreckt sich 100 Kilometer südöstlich von Hamburg und dehnt sich von Elbekilometer 472,5 bei Schnackenburg bis Elbekilometer 569 bei Lauenburg in Höhenlagen zwischen 5 und 109 Meter über dem Meeresspiegel aus.

Das Reservat ist Teil des 2.823 Quadratkilometer großen länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservats „Flusslandschaft Elbe“ und wurde durch das Gesetz über das Biosphärenreservat „Niedersächsische Elbtalaue“ am 23. November 2002 mit einer Gesamtfläche von 567,6 Quadratkilometern eingerichtet. Davon entfallen 16.540 Hektar auf Gebietsteil A, 20.100 Hektar auf Gebietsteil B und 20.120 Hektar auf Gebietsteil C.

Die Elbtalaue wird durch den Verlauf der Elbe mit ihren naturnahen Ufern und weiten Vorländern geprägt. An die regelmäßig überschwemmte Elbaue schließt auf der Landseite der Deiche die ursprüngliche Aue mit der weiträumigen Elbmarsch an. Die Bereiche der Lüneburger, Neuhauser, Dannenberger und Gartower Elbmarsch werden von den Niederungen der Elbnebenflüsse wie Aland, Seege und Jeetzel durchzogen. Das Ziel des Biosphärenreservates besteht darin, diese einmalige Auenlandschaft mit ihren landschaftlichen, kulturellen, sozialen sowie ökonomischen Werten so zu erhalten und entwickeln, dass ein Miteinander von Mensch und Natur möglich ist.